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Transcribe Page - Lina Hansen to Marie Taylor, March 2, 1871

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[page 1, right-hand side of sheet 1]

Gotha, den 2ten März 1871

Meine liebste Maria!

Mit vieler Freude u. Dank habe ich Deinen lieben Brief vom 2ten Febr. erhalten, schon viel frü= her wollte ich ihn Dir beantworten aber kam nicht dazu [underline in pencil:] da meine Zeit jetzt durch des lieben Vaters Augenleiden oft in Anspruch genommen wird. Dieses Leiden hat sich seit ich Dir zuletzt schrieb verschlimmert, schon seit 3 Wochen darf er weder Lesen noch schreiben u. wie schwer diese Unthätigkeit für ihn ist, wirst Du gewiß be= greifen, liebe Maria, auch wieviel Sorge mir dieses Leiden macht. [/underline in pencil] Wir haben seit einigen Jahren hier einen guten Augenarzt Dr. Meusel, von diesen [sic] hat sich der Vater die Augen mit dem Augenspiegel untersuchen lassen, sie sollen bei= de ganz gesund nur in der Linse des linken Au= ges eine kleine Verdichtung sein, von der Meusel aber glaubt daß sie schon jahrelang darin gewe= sen ohne daß es der Vater bemerkt u. nicht Ur= sache des jetzigen Leidens sei, von welchen [sic] er

[page 4, left-hand side of sheet 1]

umso mehr da sie jeden Umgang mit Kindern fast immer entbehrt. Daß Du mir noch gar keine Aussicht stellst wann ich Euch einmal wieder hier sehen werde, liegt mir natürlich recht auf dem Herzen, nächstes Jahr hoffe ich doch gar sehr daß uns diese Freude werden wird. Dein lieber Mann soll= te sich nicht so sehr mit seinen Arbeiten anstren= gen, daß seine Gesundheit darunter leidet, da- mit gewinnt er nichts, der Schaden den diese da= bei leidet wird ihm bei spätern Arbeiten nur um so hinderlicher werden. Du solltest alles aufbie= ten um ihn davon abzuhalten, denn wenn die Ver= dauung darunter leidet u. größere Empfänglichkeit für Erkältung eintritt, so ist dem schon nicht so leicht wieder abzuhelfen. Bei Euch ist der Winter also auch sehr kalt u. schlecht gewesen, doch gewiß lan= ge nicht so grimmig u. anhaltend wie bei uns u. wie= der haben wir nach einer warmen Woche harten Frost bekommen, die letzten beiden Nächte waren 6° Kälte, was für Gärten u. Felder um so schlim= mer ist, da aller Schnee verschwunden ist in den war= men Tagen. Der Himmel ist ganz wolkenlos, die Märzsonne scheint warm aber im Schatten ist es em= pfindlich kalt. In Rußland ist der Winter noch viel härter wie bei uns, bis vorige Woche wo Em=

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