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Gotha, den 15ten Nov. 1870.
Meine liebste Maria!
Recht herzlichen Dank für Deinen lieben Brief vom 27ten Oktober, unsere Gedanken haben sich an diesen [sic] Tag begegnet Du wirst nun auch von mir einen Brief von diesen [sic] Datum erhalten haben. Nachdem ich Dir damals schrieb wurde ich recht krank, sobald die Sorge um den lieben Vater, dessen Befinden sich sehr besserte, nachließ trat eine schreckliche Abspan= nung bei mir ein, nur langsam konnte ich mich wieder davon erholen u. war noch sehr angegriffen als ich die frohe Nachricht er= hielt Ida würde uns mit ihren [sic] Mann auf ei= nige Tage besuchen, das Weinen war mir dabei näher als das Lachen so elend fühlte ich noch. Dann erholte ich mich aber doch in den nächsten Tagen u. ich war in den 6 Tagen die sie bei uns blieben wohl u. ohne Kopfweh, so daß ich ihren lieben Besuch recht genießen konnte. Sie kamen Sonabend den 5ten Nov.
[text on top of page, written upside down:] druck den er macht ist so betrübend. An Lilian will ich selbst noch einige Worte schreiben, es thut mir so leid daß ich ihr zu Weihnacht nichts schicken kann, da die Schiff= fahrt wieder eingestellt, ist ja gar nicht daran zu denken. Für einen Brief werde ich ja wohl etwas finden. Nun leb wohl, liebe Maria, [/text on top of page, written upside down]
[text at bottom of page, written upside down:] Die herzlichsten Grüße von dem Vater u. mir an Dich u. Deinen lieben Mann. Möge Gott Euch behüten! Mit herzlicher Liebe Deine Mutter. [/text at bottom of page, written upside down]
