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damit gehabt würde ihr dadurch belohnt sein. Wilhelm's aßen gestern bei uns, es war Ida's erste Ausfahrt, denn zum gehen war es naß vom Thauen des Schnee's, der Himmel war so heiter u. sonnig, wie er seit Jahren nicht an meinem Geburtstag gewesen, warum musste ich nun gerade einen so schlechten Tag haben? ich war so angegriffen daß ich kaum meine 15 Brie- fe die ich bekommen, lesen konnte u. meine Gedanken gar nicht recht die fernen Kinder aufsuchen konnten. Heute freue ich mich nun erst ordentlich an aller Liebe die mir erwie- sen worden, Emma hatte auch Gelegenheit gehabt mir ein kleines Päckchen zu schicken u. das kam gerade gestern an. Die gute Tante Bufleb habe ich gestern gar nicht gesehen, wie sehr fehlt sie mir! es ist mit Bufleb die letzte Woche sehr schlecht gegangen u. sie selbst hatte eine starke Erkältung. Von allen Kindern u. lieben Freunden hatte ich Briefe, nur von August u. seiner Frau nicht, das hat mir doch recht wehe gethan. Von ihr erhielt ich vorigen Sonabend einen Brief in welchem sie mir schreibt daß August den Tag zuvor wieder in Geschäften nach England gereist ist, er hat ihr wohl nicht
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gesagt u. auch nicht daran gedacht daß mein Geburtstag gestern war. Ich höre zu wenig von ihm, sie schreibt auch sehr wenig, zu Pfing- sten möchten sie sehr gerne hierher kommen, ist aber noch unsicher ob August weg kann. Der lang anhaltende Winter hat einen sehr üblen Einfluß auf meine Gesundheit, diese Nacht hat es zum ersten mal nicht mehr gefroren, aber es liegt noch vieler Schnee. Seit vielen Wochen habe ich unbeschreiblich viel Schmerzen auszustehen gehabt, bald im Kopf, bald in den Beinen u. in der Seite, das hat mich na- türlich sehr geschwächt u. recht muthlos gemacht. Deinen lieben Brief vom 14ten Febr. konnte ich deßhalb auch nicht früher beantworten, manche Nachricht die er enthielt, kümmert mich sehr. Daß Dei- ne Gesundheit sich noch nicht recht bessert u. Dein lieber Mann bei heiserm Hals beständig auf Reisen ist u. Vorlesungen dabei hält, hät- te doch auch recht üble Folgen haben können, ich bin wirklich recht froh, liebe Marie, zu wissen daß das aufgehört. Dann sorge ich mich sehr über Lilians Unterricht u. Erziehung ab, es ist jetzt die Zeit gekommen wo es ernstlich damit genom- men werden muß u. der Wechsel u. Unter-
