Eugen and Lisbeth Haas to Eugen Klee, August 21, 1920, p. 1 - image of
« previous page | next page » |
To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).
Current Page Transcription
Knittelsheim, 21. VIII 1920
Unsere Lieben!
Meine Lisbeth ist ein Prophet; denn so oft sie nachts von Reisen träumt, kommt am nächsten Tage etwas aus Amerika, von Euch, meine Lieben. So bei Eurem letzten Briefe, bei Euren Riesenkisten und bei Euren herrlichen Karten aus der Sommerfrische. Unsere letzten Briefe haben sich gekreuzt. Einige Mißverständnisse muß ich aufklären, die Du, lieber Onkel, in demselben andeutest. Also Vater hat gegen Dich absolut nichts und mit dem Kritiker der Briefe bist nicht Du, sondern meine 2te Mutter gemeint. Ich stellte Vater einmal vor Jahren zur Rede: Warum schreibst Du eigentlich Onkel nicht mehr? Er gab mir zur Antwort: Mutter übt so viel Kritik. Da soll ich an alle schreiben, an alle Angehörigen drüben und das kann und will ich nicht; denn es ist mir am liebsten, wenn alles, was [roman:]Heck[/roman] heißt, mir vom Leibe bleibt. Darüber brauch ich Dir nicht näher Erläuter= ungen zu geben; verständlicher wird Dir die Sache noch werden,
