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Transcribe Page - Mathilde Rettig to Eugen Klee, February 29, 1920

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Mathilde Rettig to Eugen Klee, February 29, 1920, p. 2 and p. 3 - image of

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[page 2 = left side] unsere Verwunderung, über den reichen Inhalt & die Mannigfaltigkeit der Gegenstände kaum denken. Laßt Euch unsern herzinnigesten Dank sagen, für Eure Liebe & Aufmerksam= keit, noch lange werden uns die Sachen zu gute kommen. Mutter teilte redlich & gerecht wie immer je nach Bedarf & Größeverhältnis, wie es gerade ging & alles wurde mit gebührender Freude begrüßt & bestaunt. Wie uns Eug. Haas diese Tage mitteilte, habt Ihr die Absicht, dieses Jahr eine Deutschlandsreise zu machen, und Dich zu sehen & Deine lb. Frau kennen zu lernen, gillt uns als ein noch größeres Geschenk. Wir wollen mit aller Liebe bedacht sein, Dir Deinen Aufenthalt in der alten Heimat, so angenehm als nur möglich zu gestalten & darin unsere Dankbarkeit gegen Dich &

[page 3 = right side]

Deine lb. Gattin zu beweisen suchen. Kommt nur bald & lange, wenn uns die Welt auch zur Zeit alles abspricht, & wir das ganze, unaussprechlich große nationale H Unglück in seiner ganzen Wucht tragen müssen, glaubt nur nicht, daß die Menschen, die immer schon richtige Menschen waren, dadurch verwandelt worden wären. Liebe & Treue findet Ihr noch überall, & der Sinn für alles Schöne & Idiale [sic] auch noch allenthalben. So hart & schwer der Daseinskampf auch ist, zu ganzen Materialisten hat er uns doch nicht gemacht. Was wir gelitten spricht aus dem Ernst der Züge und dem Altersschnee des Scheitels wo er aber 20 Jahre früher kam, als sonst im Leben. Warum traf gerade uns des Schicksals Hand sel so schwer, warum mußten so unmögliches getragen & gelitten werden um einen so totalen Zusammenbruch daraus erstehen zu lassen


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