John V. Weinhardt to William W. Weinhardt, June 25, 1923, p. 2 - image of
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mich abzuschreiben. Die Akten sind sehr interessant und gewähren einen genauen Einblick in die familiären Verhältnisse der Familie Weinhardt. Vielleicht bietet sich einmal die Gelegenheit, dass auch Sie diese Akten lesen können, was ja für Sie am nützlichsten sein dürfte, da ja der Brauer Joh. Michael Weinhardt, geb. 1801 in Schwabach, und dessen Sohn Herrmann Weinhardt geb. 1829 ebenfalls in Schwabach Ihr Grossvater und Vater gewesen ist.
Weiter haben wir aus Ihrem Brief ersehen, dass ein Ihnen bekanntes Fräulein mit Namens Salome Ungersma in München, Kaulbacherstrasse wohnhaft ist, welche dort die Musik studiert.
Ich komme am 13. Juli 1923 nach München/: vom 13. bis 21. Juli 1923 ist das Deutsche Turnfest dort:/ und ich werde das Fräulein besuchen, die mir gewiss gerne etwas von meinen Verwandten in Amerika erzählen wird. Auch mein Vater kommt nach München, wie Sie aus beiliegenden Brief ersehen werden.
Zum Schluss möchte ich Sie lieber Herr Verwandter bitten, mir die Verhältnisse in Amerika/: bietet sich ein Unter-und Fortkommen für einen Kaufmann:/ mitzu- teilen, denn mein grösster Wunsch wäre, einmal in dieses Land zu kommen, dort meine Verwandten zu besuchen und mich weiter als Kaufmann auszubilden.
Die Verhältnisse in Deutschland wird Ihnen mein Vater in seinem Brief schildern.
Nochmals danke ich Ihnen lieber Herr Verwandter, sowie Herrn Jungmeier für Ihre werte Briefe und hoffe, dass wir auch fernerhin in Briefwechsel bleiben werden.
Hochachtungsvoll!
Hans Weinhardt jr.
N.B.
Ich habe diesen Brief mit der Schreibmaschine ge- schrieben, weil ich danke Herr Jungmeier kann die Maschinenschrift besser lesen.
