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Karlsruhe den 23. März 1914 Meine liebe Schwägerin, nebst Kinder! Deinen Brief vom 1. März habe ich erhalten und darin ersehen wie es dir und den deinen geht, und zugleich wie es unseren lieben Wilhelm in seinen letzten Tagen ergangen hat; wofür ich dir sehr dankbar bin, wir wollen einander nicht fremd sein und wollen familiär miteinander sprechen und uns ..?.. du: anreden wie es sich auch geziemt für Schwägerin und Schwager! ich will vor allen Dingen dir meine liebe Schwägerin Leid aussprechen das du auch leident bist, wo du die Gesundheit nötig brauchen könntest, für deine Kinder zu leben; Nun will ich dir ein Familienbericht aufsetzen, Sofie ist in Riehen ver- heiratet gewesen ihr Mann ist auch letztes Jahr gestorben, sie hat eine Wirtschaft zu verwalten hat auch zwei Söhe der Oskar ist verheiratet auf der Wirtschaft und der Ernst ist bei ihm und hilft ihm, es ist aber ... crease - illegible - kein Wein mehr bei uns , Luisa ist auch in Riehen verhei- ratet mit einem Gärtner hat es aber nicht gut er ist ein Säufer. Anna Maria ist auch in Riehen Witwe ihr Mann war auch ein Trinker ist frühzeitig gestorben, sind 4 Kinder zwei Söhe 2 Töchter da. Die Rebecka ist in Feldberg verheiratet gewesen mit einem Wittmann Namens Karle.
