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Transcribe Page - Lenchen Cherdron to Eugen Klee, December, 1912

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Lenchen Cherdron to Eugen Klee, December, 1912, page 2 [left-hand side] and page 3 [right-hand side] - image of

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[page 2, left side]

wie Du, brauchst doch nur die Hand nach der schönsten Blume des weichen Damenfloras in Conzerten, Theatern, oder Gesellschaften, wie es sich dir doch so oft bietet, auszustrecken, aber Du bist wohl wie ein Schmetterling, willst nur von Blume zu Blume gaukeln dir das Süßeste nehmen, warte nicht mehr so lange, denn noch stehst Du im schönsten Mannesalter, aber die Jährchen rinnen so rasch dahin und bald würde es dann zu spät sein mit dem Glück.

Am 25.ten November war ich auf der Kaisersmühle und fand meinen Schwager frisch und munter, dagegen ist meine Schwester sehr gealtert

[page 3, right side] und fühlt sich sehr leidend. hoffentlich erholt sie sich bald wieder denn für Onkel wäre es nicht leicht, sich in alten Tagen, neuen Verhältnissen anzupassen. Auf meine Frage ob es meiner Schwester nicht recht sei, wenn K. L. heirathen würde, gab sie mir zur Antwort Ja sehr. Wie wäre es, wenn sich Lizzi selbst an ihre Großmutter wenden würde mit der Bitte, eine Vereinigung? Über Deine Angelegenheit habe ich mit einer Gerichtsperson gesprochen und wurde mir der Bescheid, Du möchtest Dich ganz still verhalten, auf Deinen Briefen welche hierher kommen, nicht Deinen Namen setzten daß die Sache in Vergessenheit kämen. Was rät Dir Dein Anwalt?

[left margin of page 2] Sage allen die mich kennen und Dir nahe stehen, herzliche Grüße.


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