Heinrich Haas to Eugen Klee, Sep. 9, 1902, p. 2 [left-hand side] and p. 3 [right-hand side] - image of
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Bremerhafen ab. Meine Schwiegermutter
will, dann zur Unterstützung von Elisa
einige Tage hierher kommen, do daß ich dann
ungehindert nach Bremerhafen fahren
kann. Eugen möge sich dort nach mir um-
sehen, wenn es mir möglich ist, komme ich
auf den Dampfer.
Ich sage dir, lieber Schwager, für das Gute, das du meinem Kinde gethan, für die Liebe, die du ihm entgegebracht hast, tausendmal herzlichen Dank. Sei ver- sichert, daß die Liebe und Treue dir gegen- über nicht einiger und fester bei mir sein könnten. Sei versichert, daß dir mein Heim jederzeit zur Verfügung steht, daß du bei mir stets mit offenen Armen empfangen wirst und daß ich alles, alles [end page 2]
[page 3:] brüderlich mit dir teile und wenn es mein letzter Pfennig wäre. Schaue getrost in die Zukunft und denke, daß du in deinem Vaterlande für immer ein Heim noch hast und daß du, mag auch das Schicksal mit dir spielen, wie es will, stets treue Her- zen findest.
Bitte, sage auch Frau Libe für die mütterliche Fürsorge und die große Aufmerksamkeit, die sie Eugen entgegengebracht hat, meinem herzlichen Dank und bestelle die besten Grüße.
Leb wohl, mein Lieber, und sie herzlich gegrüßt und geküßt von deinem treuen Schwager [roman:] Heinrich [/roman]
Elisa, meine Schwiegereltern u. Lenchen senden dir ebenfalls die besten Grüße. [end page 3]
