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auf den großen Bahnhöfen zurecht finden wür-
de. Er freut sich sehr auf den Besuch bei Onkel; er
weiß aber leider nicht, daß er lungenleidend
ist; bitte, lasse es ihn auch nicht wissen, sonst ist ihm
aller Lebensmut genommen. Ich muß nun
auf Pläne sinnen, was ich weiter mit ihn begin-
nen muß, um ihm eine Existenz zu gründen.
Schwerlich werde ich ihn weiter studieren lassen
können — das thut mir furchtbar weh, denn es
wäre etwas aus ihm zu machen gewesen-.
Wenn er es auch zwingen würde und würde sich
durch die Schulen durchschlagen, dann würde es ihm
doch unmöglich Staatsdienste eine Stelle
zu bekommen, weil stets ein ärztliches Zeug-
nis beigebracht werden muß. Dann wäre erst
recht nichts, und sein Vermögen wäre vielleicht
auch aufgebraucht. Das Lernen setzt ihm auch
[end page2]
[page 3:] sehr zu, wenn er nichts zu lernen braucht, geht er an wie ein Licht. Er könnte die Schule jetzt wie- der besuchen, aber ich will ihm die 14 Tage bis zu seiner Abreise noch zur Erholung lassen. Wenn du mit Eugen jetzt einmal Umgang hast, dann kannst du die auch ein Urteil über ihn bilden und mir vielleicht einen Rat erteilen, was mit ihm zu beginnen ist; ich wäre dir herzlich dankbar. Ehe er geboren war, haben wir, mein teueres unvergeßliches Malchen [insertion:] u. ich [/insertion] immer gewünscht: „Wenns nur ein Junge ist, den lassen wir studieren und dann mag er sich in der Welt durchschlagen.“ So war unser Wunsch und Plan! Und nun! Welche Enttäuschung! Mein seliges Malchen deckt das Grab und das Unterpfand unseres glücklichen Ehelebens, das mir als heiliges Vermächt- nis zurückgeblieben ist, wird mir auch streitig ge- [end page 3]
