Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, April 21, 1941, p. 1 - image of
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Wiesbaden, d 21. 4. 41
Werte Lieben!
Zehn Tage zurück erhielten wir Karls
Brief von dem 6. 3. 41, woraus wir sahen, daß
Hedwig nicht ganz gut sei. Der Artzt konnte
auch keine ernstliche Krankheit feststellen, deß
halb brauch [sic] man sich auch nicht zu beunruhigen.
Wir nehmen an, daß die Lebensweise zu einseitig
ist. Es wäre vielleicht gut mehr Bewegung in
frischer Luft. Das Essen sollte in frischem
Gemüse u. Obst abwechselnd genommen werden.
Schade, daß die Zähne immer gleich schuld sein
sollen, u. daß man dieselben auch gleich los ist.
Oder war doch in den Zähnen die Krankheit zu suchen,
was hat man bis jetzt ausgefunden? Hoffentlich
ist es wieder besser u. Hedwig wünschen wir
alles gute. Euch selbst geht es noch gut was
der Brief verrät, das freut uns. Auch Arbeit
hat Karl reichlich, daß er mir noch welche abgeben
könnte, wenn ich noch dorten wäre. Dein Bedenken
