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Transcribe Page - Caroline Emmel and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, August 18, 1938

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Caroline and Wilhelm Emmel to Karl Emmel, August 18, 1938, p. 4 - image of

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viele Italiener dabei, diese sind nicht so gut. Heute schickten mir die Steedener Bohnen rote Rüben u. Zwiebeln mit der Post. Die Bohnen will ich mir in einen Steintopf einmachen Obst gibt es dieses Jahr fast gar keines. Gemüse u. Kartoffel gibt es ja genug u. das Brot erhalten wir von dem Alfred Fink aus Biebrich, dieser ist Alberts Bruder u. hat in Biebrich ein Haus mit Bäckerei gekauft, er bringt mit einem Motorrad seine Waren hierher. Ich u. Vater bekommen 2 runde Bauernbrode jede Woche, diese sind sehr gut. So haben wir ja das Nötigste zum Leben, aber das viele drum u. dran was Ihr habt kann man hier sich nicht erlauben, wenn man Sonntags draußen ein Glas Bier trinkt so kostet es 35 - 40 Pfg. Ich muß an den alten [Deffert?] denken wie es dem wohl in Berlin gefällt u. wie sie sich hier einstellen wollen, ob sie nicht bald bereuen nicht drüben geblieben zu sein, wo sie doch auch hier nichts haben. Nun Er hat ein gutes Mundwerk u. wird sich wohl auch an die Parteikrippe machen, denn hier kann nur der durchkommen welcher sich dazu hält. Wie ich aus Margies Brief lesen konnte haben haben die Kinder Keuchhusten? Hoffentlich wird er nicht schlimm denn dieses ist die einzige schlimme Krankheit welche ihr [insertion:] als [/insertion] Kinder hattet u. ich habe immer gemeint es sei sehr schlimm, da er, der Husten solange anhält. Ich wünsche daß er bald wieder gut wird. Gestern ging hier die Schule wieder an. Geht Joan auch im Herbst schon in den Kindergarten oder erst im Frühjahr. Was hatte sie ja ein schönes Geburts= tagspartie, wir konnten es auf den Bildern sehen, alle die Cakes u. [?] da hätten wir auch alle gern einmal mitgegessen. Hier wird auch jetzt viel Eis gegessen, die Portion kostet 40 Pfg. Dir lieber Karl gratuliere ich recht herzlich zum Geburtstag u. wünsche Dir Gottes reichsten Segen, Er möge Dich gesund er= halten u. Dich immer so führen daß Du endlich das große Ziel erreicht wonach wir alle streben. Wenn man älter wird so sieht man so recht was die Welt für ein Jammertal ist u. daß wir hier keine bleibende Statt haben. Darum laß das immer Deine Sorge sein daß Deine Familie bei Gotteswort bleibt denn alles Irdische vergeht, u. an wen wollen wir uns halten wenn Krankheit Not u. Tod bei uns einkehren. Bleibt Alle dem Schutze Gottes befohlen u. seid viel= mals herzlich gegrüßt von uns allen besonders von Eurer Mutter.

[letter continued in a different handwriting]

Bin gerade heim gekommen u. möchte doch nicht versäumen auch Dir [?] daß ich Ihr Brief erhalten habe u. es mich immer freut etwas von Euch zu hören. Werde auch in nächster Zeit mal einige Aufnahmen machen. Verbleibe nun mit vielen Grüßen an Euch Alle Eure Johanna.


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