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Transcribe Page - Wilhelm Emmel and Caroline Emmel to Karl Emmel, April 28, 1938

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Wilhelm and Caroline Emmel to Karl Emmel, April 28, 1938, p. 4 - image of

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[letter continued in Caroline Emmel's handwriting]

Ihr Lieben!

Da der Vater mir noch ein Plätzchen übrig gelassen hat, will ich auch noch etwas von mir hören lassen. Heute mittag ist es wieder nach 4 Wochen das erstemal etwas wärmer. Ich habe das Fenster auf u. kann es ganz gut leiden, aber Feuer im Ofen haben wir noch. Am letzten Sonntag war Vater u. ich in Frankfurt bei Martins. Liese - Lotte wurde konfirmiert. Es [insertion:] Jetzt [/insertion] sind sie auch schon beide erwachsen. Walther hat schon 1 Jahr Lehrzeit herum. Als Liese- Lotte getauft wurde warst Du lieber Karl die letzte Zeit in Frankfurt auf der Schule. Johanna war in Steeden auf der Hochzeit von Hilda Prätorius. Diese heiratete nach Schadeck einen Martin, es war eine ziemlich große Hochzeit. Nächsten Sonntag ist der erste Mai, dann gibt es hier wieder große Feierlichkeiten. Wir müssen uns dieser Tage auch noch Fahnen anschaffen, wir kaufen 2 kleine Fähnchen hüben u. drüben an das große Fenster. So haben die meisten Leute hier. Hier in dieser Wohnung haben wir schön Gelegen= heit die Umzüge zusehen [sic], natürlich müssen wir dann auch alle Fahnen die vorbei gehen grüßen. Ja mit der Zeit gewöhnt man sich an alles. Sonst geht es uns ganz gut. Wir sind alle gesund bis auf einen Husten oder Schnupfen als einmal, aber das ist bei dem schlechten Wetter nicht zu verhüten. Eben gibt es hier den ersten Spargel aber das Pfund kostet 1 Mark, auch schönen Kopfsalat gibt es, überhaupt ist es mit der Versorgung mit Lebensmitteln viel besser als im Herbst, auch Öl kann man jetzt haben soviel man will auch mit der Butter ging es die letzte Zeit. Ich backe auch Samstag als einen Kuchen bis jetzt haben wir noch keinen Gasherd, doch denke ich wenn es jetzt wärmer wird dann muß auch einer herbei. Eben bin ich dabei unsere Bilder in Stand zusetzen [sic] die waren sehr demoliert. Sonst ist soweit Ordnung im Haushalt. Willys Krankheit zieht sich auch recht in die Länge. Ich hätte seinerzeit 4 - 5 Monate damit zutun [sic], ich habe ja keinen Arzt gehabt. Als es besser war bin ich dann baden gegangen. Alle Nervengeschichten sind langweilig. Wenn es nur bald sich wieder macht. Karl schrieb der kleine Paul hätte schon angefangen allein zulaufen [sic], das ist frühe genug, da heißt es noch mehr aufgepaßt. Ich dachte nun Paul wäre so recht ruhig das scheint aber doch nicht der Fall zusein [sic], aber die Hauptsache ist daß er gesund ist, daß Joan den ganzen Tag draußen ist glaube ich, das schadet auch nichts, jetzt wird sie schon bald 4 Jahre alt. Wie geht es Mrs Schober? Margie wird wohl ihren Hausputz schon bald beendet haben? Wir haben ja dieses Jahr nicht viel zu putzen, die Wohnung war ja gemacht als wir einzogen. So Ihr Lieben nun noch zum Schluß viele Grüße an Euch Alle Lenchen u. Familie auch Karl u. seine Familie. von Eurer Mutter

[text at margin of page 3:] Heute Nachmittag bin ich um 15 Uhr fort durch die Stadt Kirchgasse Langgasse Taunusstr Geisberg Dammbachtal nach d. Neroberg Habe mir das schöne Bild von Wiesb. betrachtet. 1 Stunde da oben gesessen bei Sonnenschein u klarem Wetter. Ging herunter

Laufe wieder 3 Stunden ohne Pause

[illegible] daß ich 18.30 wieder zu Hause war.

an der griechisch Kapelle Nerobergstr. Nerotal Kellerstr. Wiesb. [Hilf?] an Müllers vorbei [/text at margin of page 3]


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