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Transcribe Page - Caroline Emmel to Karl Emmel, October 23, 1937

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Caroline Emmel to Karl Emmel, October 23, 1927, p. 2 - image of

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war er auch. Natürlich sind sie furchtbar aneinander geraden [sic] u. es war so daß Vater abziehen konnte u. sich dann tüchtig ärgerte daß er hingegangen war. Die Entschuldigung ist jetzt durchgeführt. Wir erhalten einen Band von 540 Mark u. einen anderen Teil muß er mit 4 1/2 % verzinsen 52 Jahre lang. Bis dahin tut uns kein Zahn mehr wehe. Hier in Steeden hat sich nicht viel verändert u. doch auch wieder. Wie es früher war weißt Du Karl ja auch. Da war doch überall Wohlhabenheit, u. wie ist es jetzt! Die Leute schuften von Morgens bis Abends bei einem so geringen Essen daß Ihr Euch sehr umgucken würdet. Die Bauern bekommen ja Butter, aber den anderen Leuten steht nur 1/4 lb zu wöchentlich. Öl gibt es als einmal 1/2 Schoppen. Das andere Fett ist für die armen Leute wie Margarine. Kernseife zum Waschen gibt es fast nicht mehr man soll alles mit chemischen Mitteln machen. Das Brot sieht wieder so aus fast wie im Kriege. Das weiße Mehl ist ganz gelb mit Mais ge= mischt, u. so vieles andere. Wollstoffe sind auch rar u. sehr teuer. Das Buchen= holz die Stämme werden zu Stoffen verwandt. Gebaut wird dieses Jahr hier nicht, deshalb gibt es auch hier keine Wohnungen. Wir sind ja froh daß wir hier unterkommen konnten, wenn wir aber in Wiesbaden eine kleine billige Wohnung bekommen könnten würden wir lieber dort wohnen. Wie es wird müssen wir dem lieben Gott befehlen, denn Er weiß am besten was uns gut u. heilsam ist. Als Vater den Wiesbadener Pfr. besuchte deutete er ihm an er wollte die Synode um eine Gefälligkeit angehen, da sagte dieser das sei ganz ausgeschlossen. Ein andermal schreibe ich Dir einmal näheres darüber. Ich bin ja ganz gut beschäftigt ich habe das Kochen übernommen, da weiß man doch jeden Tag was man tun soll, neben im Zimmer schlafen wir u. heizen uns auch. In Ennerich waren wir auch Onkel hat keine Arbeit da es kein Eisen gibt, oder nur sehr wenig. Der liebe Gott wolle alles zum Guten wenden. Er wolle auch Euch behüten, vergeßt Ihn nur nicht. Denn auf den wollten wir uns verlassen? Viele herzliche Grüße an Euch nebst den Kindern Euere Mutter.

Die Bildchen haben uns gefreut ich denke oft an Euch Alle.


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