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Wiesbaden, d. 30. 3. 26. Lieber Karl. Deinen lieben Brief vom 10. 3. haben wir er- halten, besten Dank für deine ausführlichen Berichte. Von deinen Fragen habe ich schon einige im vorigen Brief beantwortet. In Betreff der vermieteten Werkstatt kann ich dir noch schreiben, daß wir sie, wie Vater sie geräumt hat abgegeben haben. Kraftleitung, Telefon, hat alles sich der Mieter gelegt. Es ging damals sehr eilig, daß alle Abmachungen nur mündlich geschahen. Wir haben nur vorläufig auf 1 Jahr vermietet. Wird die Miete immer pünktlich bezahlt, so ist das ja die Hauptsache. Über den Betrieb können wir sonst nicht klagen. Sie haben auch eben sehr schön zu tun. Weimar ist so ein richtiger Inflationsmensch. Er kümmert sich auch nicht viel ums Geschäft, der junge Mann, welchen er hat, macht das meiste. Der will auch von ihm, alles über nehmen, gegen eine monatlich Abgabe von 300 Mark. Wir wollen sehen was wird. Jedenfalls haben wir das Geschäft
