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Transcribe Page - Marie Taylor to Lina Hansen, December 29, 1875

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page 1 [right hand]:

New - York, 142. East. 18th Street Dec. 29. 1875

Meine liebste Mutter!

Das von Dir abgeschickte Weihnachtspa= cket ist also richtig zum Weihnachtsheiligabend ein= getroffen u. hat uns Allen große Freude ge= macht. Wir brannten einen winzigen Baum, nur um etwas zu illuminiren u. bescherten uns einander. Das Packet lag mit beiden Ge= schenken u. wurde nun erst ausgepackt - mit wie viel Vergnügen u. Dank gegen die liebe Spenderin, kannst Du Dir denken. Lilian hast Du hochbeglückt - sie schreibt Dir selber - auch Bayard hast Du mit dem hübschen Notizbuch erfreut u. mir hat das allerliebste Bleistift u. Messerchen großen Spaß gemacht. Ich brauchte auch gerade einen in der Tasche bei mir zu tragen. Der Kragen, den Du mir bestimmtest war leider nicht dabei. Ich kann mir nicht anders denken, als daß er auf dem Zoll abhanden gekommen ist, denn es konnte leider keiner von uns bei der Untersuchung zugegen sein, da B. die ganze Zeit abwesend u. die Entfer= nung für mich zu weit war. Auch besorgt die Hamburger Agentur gewöhnlich die Zollbe= sichtigung der kleinen Sendungen u. hatte sie es früher schon für uns gethan. Es scheint aber diesmal dabei nicht mit rechten Dingen zugegangen zu sein, denn sie haben uns außerdem auch einen enorm hohen Zoll berechnet. B. geht deswegen morgen in die untere Stadt um den Zolldirektor selbst zu sprechen u. womöglich etwas von der gezahlten Summe zurück zu bekommen. Aber sollte dies auch nicht gelingen, so haben uns die Sachen doch große Freude gemacht u. sagen wir Dir den herzlichsten Dank da= für. Ich freue mich ebenso wie Lilian an ihren hübschen Geschenken u. zumal den Theelöffeln.

page 4 [left hand]:

wir keine ganz guten Nachrichten. [roman:] Freddie [/roman] hat leider ein Typhusfieber, zwar leicht, aber doch immer beunruhigend. Meine Schwiegermutter leidet sehr von Gicht. Sie ist sehr steif davon u. hat viel Schmerzen. Das häßliche nasse Wetter welches nun schon eine Woche lang herrscht, hat ihr Leiden sehr verschlimmert. - Du glaubst nicht, liebe Mutter, wie behaglich unsere Wohnung ist, trotz ihrer Engigkeit. Dabei sind unsere Zimmer sehr hübsch eingerichtet u. machen einen sehr wohn= lichen Eindruck. Wenn Du sie doch ein= mal sehen könntest! Nächsten Sommer, zur Zeit der Ausstellung in Phil.a wird die Überfahrt billig werden, aber die schrecklichen Unglücksfälle, welche in letzter Zeit die Bremer Dampfschifflinie be= treffen, haben Dich wohl ängstlich ge= macht? Wir werden der Ausstellung wegen wohl den kommenden Sommer meistentheils in [roman:] Cedarcroft [/roman] zubringen. Aber auch von hier aus ist sie 12 mal täglich zu erreichen u. werden sich wohl viele Freunde hier ein= quartieren. Die Vorbereitungen, welche ge= macht werden, sind großartig.

Nun aber noch vor Schluß meine u. B.'s herzlichste Wünsche zum neuen Jahr. Möchte es Dir viel Gutes bringen, liebste Mutter, - Stärkung Deinem Körper, Linderung Deinem Gemüth, wenig Trübes u. viel Freudiges! Das gebe Gott, in dessen Händen wir Alle stehen. Hans u. den Kindern viele freundliche Grüße u. Neujahrswünsche. Ob unsere Kleinigkeiten wohl zum Feste eingetroffen sind? Mit inniger Liebe Deine T. Marie.


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