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Transcribe Page - Marie Taylor to Lina Hansen, December 15, 1875

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page 1 [right hand]:

New - York, 142. East 18th St. Dec. 15. 1875

Meine liebste Mutter!

Gar leid thut es mir, daß ich ich auch heute nicht die Ankunft des Packets Dir melden kann. Bayard hat unterdessen an den hiesigen Postdirektor u. an den [insertion] obersten [/insertion] Zollbeamten geschrieben u. sich nach einem solchen Packet, wie Du es abgeschickt er= kundigt. Von ersterem hat er die Ant= wort dahin erhalten, daß unter den neuen Postregulationen ein Packet von solchem Umfang u. Gewicht nicht per Post geschickt werden könnte, daß es durch Expreß gehen müsse. Vom Zollamt, wohin wir glaubten, daß es möglicherweise geschickt worden, ohne daß man uns notifizirt hätte, haben wir noch nichts gehört. Ich trage mich mit der Hoffnung, daß das Packet entweder noch auf der Post in Hamburg liegt, oder mit einem spätern Dampf= schiff abgegangen ist - - - - Da eben kommt ein zweiter Brief vom Postdirektor u. siehe da das Packet ist gefunden! (Du glaubst nicht wie ich mich freue) aber nicht auf der Post, son= dern in der Office der Expreßagen= ten, Richard & Brothers, der Hamburger Dampflinie. Ob es nun eben erst ange= kommen, oder ob man vernachlässigt

page 4 [left hand]:

Du mir von Gotha mittheilst, sind ja über= aus traurig. Auch ich fühle fortwährenden Dank gegen Gott, daß er es so gnädig mit dem lieben Vater gemacht u. ihm die schweren Leiden, die fast immer mit einer solchen Krankheit wie er sie hatte, verbunden sind, ersparte!

Bayard erträgt bis jetzt seine Reisen sehr gut. Er hat es ja auch seither ziemlich leicht gehabt, öfters Ruhetage zu Hause, u. keine anstrengenden Touren. Von Weihnachten bis zu seinem Geburtstag hat er sogar Ferien. Erst dann kommen die weiteren u. daher ermüdenderen Reisen, die aber mit Mitte Februar dann aufhören. Den Rest des Winters hoffe ich, daß er dann zu Hause bleiben kann. Lilian hat sich gestern Schlittschuhe gekauft, über welche sie ganz entzückt ist. Wir haben es nach milden u. nassen Tagen wieder recht kalt. Die Sonne scheint aber herrlich dabei. Lilian hat jetzt, nachdem die Wintersaison begonnen, auch allerlei kleine Vergnügungen - eine Gesellschaft hier u. ein Tanz dort. Nach Weihnachten kommt ein kleiner Ball zu dem sie be= reits eingeladen ist. Sie wird ein hell blau= seidenes Kleid tragen was ich ihr eben habe machen lassen u. zu dem die Porzellan= blume, die Du ihr schickst, jedenfalls passen wird, denn das blau schillert etwas ins röthliche. Das Kleid steht ihr ganz reizend. Ihr Lerneifer ist eher gesteigert als abge= kühlt. Und doch amüsirt sie sich gar zu gern. Bayard, der erst heute früh fort ist, u. Lilian grüßen herzlichst u. wir alle drei senden Dir innigste Wünsche für das nun beginnende Jahr.

[Margin, page 1] Möchte es uns Allen ein freundliches sein! Auch Hans u. den lieben Kindern freundlichste Grüße u. Wünsche zum Neu- jahr. Mit innigster Liebe Deine Tochter Marie. [/margin, page 1]


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