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page 2 [left hand]:
gefunden hast. Die Rathschläge die er Dir giebt, deuten alle darauf hin, daß er mit der Wissenschaft fortgeschritten ist u. daß er auf den Grund Deines Übel sieht; nicht wie die Homöopathen alten Schlags nur auf die Symptome Gewicht legt. - In Bezug auf den Mangel an Raum, der Dir so empfindlich ist, ließe sich da nicht mit der Zeit Hülfe schaffen? Könnte nicht z. B. die Bodengelaß, worin Ida schlief, zu einer Schlafkammer ausge= baut - oder ein, oder zwei kleine Zim= mer oben angebaut werden, wo, meiner Erinnerung nach, jetzt eine Thüre auf ein flaches Dach hinaus geht? Ich kann mir wohl denken, daß Du Hans nicht deinetwegen zu weiterm Ausbau veranlassen möchtest, Du könntest ihm [insertion] aber [/insertion] vielleicht die Sache so vorstellen, daß er mit dem Heranwachsen der Kinder doch etwas mehr Raum im obern Stock bedürfen wird u. Du für den Fall gern eine Logirstube hergerichtet haben möchtest. Irre ich nicht, so war Dir die Kammer in der wir schliefen als Gastzimmer zugesagt worden. Diese Kammer aber wird Hans in kurzem als sein eigenes Schlaf= zimmer benutzen müssen, denn Grethchen ist nicht mehr fern von dem Alter, wo sie ein besonderes Schlafzimmer haben sollte. Du thätest doch wohl einmal mit Hans darüber zu sprechen. Es würde mir sehr wohl thun, wenn Du Dich räumlich bequemer fühltest u. die Genugthhuung haben könntest die Deinige abwechselnd im Hause unter= zubringen, ohne das peinliche Gefühl Hans
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währenddem zu beengen.
Daß [Auvart?] nun doch wahrscheinlich doch
die Stelle in Gotha annimmt, freut mich
sehr. Wenn man die alte liebe Wohnung
einmal wiedersieht, wird es einem doch
nicht ganz so schmerzlich sein, als wenn
Freunde darin wären. Ich hoffe sehnlichst
daß es dazu kommt.
Du hast recht, der Preis für die Geschichte v. Deutschl. ist zu hoch u. weiß ich nicht warum Auerbach ihn so angesetzt hat. Ich sollte meinen, daß es bei billigerm Preis vortheilhafter sein müsste. Außer der von Dir erwähnten Ausgabe, hat mir Auerbach noch eine andere, mit breiterem Rande u. sehr geschmack= voll gebunden - ein wirklich schönes Buch - welches ich Bayard geschenkt habe. Einige garstige Druckfehler haben sich wieder einmal eingeschlichen. Ich werde sie in nächster Zeit alle an= merken u. Dir zusenden, damit Du sie in Gretchens Buch korrigiren kannst. Das Honorar habe ich erhalten. Freilich ist es lange nicht genug für die Mühe die ich mir gegeben, denn ich habe nicht nur übersetzt, ich habe auch die von B. benutzten Quelln alle zu Rathe ge= zogen, damit ich den richtigen Ausdruck für jedes geschichtliche Ereigniß gebrauchen konnte, habe das ganze Werk nach den Quellen revidirt u. einige Unge= nauigkeiten, die bei einer zweiten Originalausgabe beseitigt werden sollen, festgestellt; sodann einige Stellen
