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Transcribe Page - Marie Taylor to Lina Hansen, October 26, 1875

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page 2 [left hand]:

ich auf den Wagen verlieren! Hier habe ich nur wenige Schritte bis zum Fleischer, Krä= mer etc., die Hauptmagazine sind nicht weit entfernt, kurz alles was ich einkaufe liegt rings um u. auch viele unserer Bekann= ten sind in der Nähe. Wir haben daher bedeutend mehr Besuch u. hauptsächlich stellen sich abends oft Freunde u. Bekannte ein, was sehr angenehm ist. Da unser Eßzimmer sehr klein ist u. Ich nicht mehr als 6, höchstens 8 Personen am Tisch haben kann, lade ich gewöhnlich jeden Donnerstag ein paar Gäste zum Essen (um 6 Uhr) ein, wobei ich aber nicht viel Umstände mache. Auch Sonntags, wo wir der Dienstleute wegen um 2 Uhr zu Mittag essen, lade ich ab u. zu einen Gast ein. Vorigen Sonntag aß Gerhard Rohlfs, der Afrikareisende, der sich in Weimar niedergelassen hat, bei uns u. wir brachten einen sehr angenehmen Nachmittag mit ihm zu. Er ist vor kurzem hier gelandet u. wird einige Monate bleiben um Vorträge zu halten. Könntest Du doch nur einmal in unsere Zimmer blicken u. sehen wie schön wir eingerichtet sind! Damit Du Dich wenigstens etwas zu uns her denken kannst, habe ich eben einen flüchtigen Plan von unserer Wohnung entworfen, den ich beilege. Lilian geht mit gleichem Eifer zur Schule u. hat nur Sonnabend u. Sonntag Zeit ihre Bekannten aufzusuchen oder sonst eine kleine Veränderung zu genießen. Sonntag Vor= mittag geht sie regelmäßig zur Kirche. Sie ging anfangs dahin, weil die meisten ihrer jungen Bekannten zu dieser Kirche gehören, bald aber ging sie aus eignem Interesse, denn der Prediger, der auch mit uns befreundet ist, ist ein vorzüglicher Kanzelredner u. verfolgt eine sehr freisinnige Richtung. Lilian hat

page 3 [right hand]:

jetzt den Wunsch ausgesprochen der Gemeinde förm= lich als Mitglied beizutreten, d. h. einen Jahres= beitrag zu zahlen, der nicht über 25 Dollars beträgt, wofür sie dann ein Recht auf einen festen Platz erhält. Da auch B. u. ich mitunter gern dahin gehen, so werden wir wahrscheinlich zwei Plätze in der Kirche nehmen. B. hat eine neue Vorle= sung für diesen Winter geschrieben, "Literatur als Kunst betrachtet", u. sie bereits vorige Woche hier vor einer sehr zahlreichen Ver= sammlung vorgetragen. Heute hält er sie zum zweiten Mal in [roman:] Baltimore [/roman], morgen in [roman:] Princeton (Pennsylvanien) [/roman] u. kehrt dann übermorgen zurück. Bis Mitte November hat er nur vereinzelte Vorlesungen zu halten, dann aber wird er bis Ende Janu= ar ziemlich scharf daran gehen. Ich sehe ihn sehr ungern diesem strapazanten Leben sich wieder hingeben, B. aber behauptet, daß es ihm eine große Beruhigung ist, in zwei Monaten eine so große Summe ver= dienen zu können, daß er sich für das ganze Jahr keine Sogen zu machen braucht. Und es ist allerdings eine große Annehmlich= keit ein paar Tausende im Bankbuch stehen zu haben, aber ich möchte doch B. brauchte ihretwegen nicht von Haus u. Herd fortzu= gehen. Habe ich Dir gesagt, daß er ein größe= res Werk für eine hiesige Buchhandlung edirt u. er dafür 5,000 Dollars im Laufe der 3 nächsten Jahre erhält? Die Arbeit, der er sich zu unterziehen hat, ist nicht sehr bedeutend, es ist eigentlich sein Name, der der Verlagshandlung von so hohem Werthe ist. Außerdem bringt ihm seine Feder auch von Zeit zu Zeit ganz hübsche Sümmchen ein, so daß ich hoffe, er wird das Vorlesungen= halten, auch wenn die Tribune noch nicht wieder zahlt, noch diesen Winter aufgeben können. - Recht leid war es mir, zu hören


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