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den Pavillon, der [Insertion] nach außen [/Insertion] geschlossen war. Um 8 Uhr hatte der Sturm die höchste Höhe erreicht. Viermal nach einander stürzte sich die See über die Breite des Schiffes, so daß wir buchstäblich unter Wasser waren. Die Gänge schwammen, die Passagiere von der 2ten Kajüte kamen herauf, schrien u. beteten. Eben so war es im Zwischendeck. Ich machte mich auf, ging durch den schwimmen= den Korridor, stieg über betende u. wimmernde Frauen hinweg u. sah nach Lilian. Sie war eben vom Sopha gerollt, war aber fest u. ruhig. Auch Bayard u. ich u. noch einige Andere blieben es durchweg. Als dieser schlimmste Wellensturz kam, entschied der Kapitän, daß der Sturm ein Zyklon oder Typhoon sei, einer jener tragischen Stürme, welche nur selten mit dem Golfstrom in diese nördliche Breitengrade kommen. Er veränderte sogleich die Richtung des Schiffes u. obwohl der Sturm noch mehrere Stunden lang wüthete, hatten wir wenigstens keine See mehr über das ganze Deck. Das Schiff hat sich prächtig bewährt - nichts war beschädigt. Fünf Matrosen aber sind mehr oder weniger verletzt wor= den. Die Passagiere haben 105 Thaler für sie gesammelt u. [Insertion] an [/Insertion] den Kapitän ein Dankschreiben gerichtet. Keiner der Seeleute hatte je einen so heftigen Sturm erlebt. Auch kann ich Dir nicht sagen wie dankbar ich in meinem Innern war nachdem alles glücklich vorüber gegangen. Mein Herz athmete
