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page 2 [left hand]:
lieber Brief mit seinen guten Wünschen zu meinem Geburtstag kam letzte Woche zeitig an. Vielen Dank für ihn u. alles Liebe u. Gute. Ich verlebte den Tag in [roman:]Kennett[/roman], wo wir am 1. Juni hingingen um am 2ten der Einweihung eines Denkmals für die im Krieg gefallenen Söhne der Umgegend, beizuwohnen. Das Denkmal verdankt seine Existenz der Energie von Bayard 's Mutter, welche die Sammlungen dazu betrieben u. das Ganze ins Leben ge= rufen hat. Es war daher ganz natürlich daß wir ihren Wunsch erfüllten, der Feierlichkeit beizuwohnen. Bayard hatte auch eine Ode für die Gelegenheit geschrieben, die er selbst vortrug.
Es kam uns aber doch recht sonderbar [insertion] vor [/insertion] nach [roman:]Kennett[/roman] zurückzukehren u. nicht in Cedarcroft abzusteigen. Gestern Nachmittag kamen wir wieder hier an, u.
[page 3 right hand]:
mit uns kam [?]Sattie [or Pattie][/?], welche uns gern noch sehen wollte. Sie stieg hier im Hotel ab u. ist eigentlich so gut wie unser Gast, nur können wir ihr nicht viel Aufmerk= samkeit erzeigen, da es noch so viel zu besorgen giebt u. [insertion] wir [/insertion] noch so viel Besuche zu empfangen haben. Unsere Freunde hier haben uns recht wohlthuende Beweise davon gegeben, wie leid es ihnen thut uns nun auf eine lange Zeit hinaus entbehren zu müssen. Man hat uns mehre sehr nette Abschiedsgesell= schaften gegeben. Heute regnet es nach vielen schönen hellen Tagen zum erstenmal. Bayard ist den ganzen Tag über in Geschäften aus. Die Entfer= nungen sind hier so groß u. er hatte so vieles zu besorgen. Ich fürchte er wird recht naß u. ermü= det zurückkommen. Bis Vormittag hoffen wir, daß es sich wieder aufhellt.
