• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Scripto | Revision Difference | Transcription

Log in to Scripto | Recent changes | View item | View file | Transcribe page | View history

Marie Taylor to Lina Hansen, July 11, 1876

http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Taylor_0123_0006.jpg

Revision as of Jan 5, 2020, 10:00:17 AM
edited by Dilla
Revision as of Mar 3, 2026, 1:26:18 AM
edited by Admin
Line 1: Line 1:
−
[start page 5]
+
[page 5 (sheet 3, left-hand side):]
  
 
2)
 
2)
  
−
verblassten Schriftzügen, in einen ein-
+
verblassten Schriftzügen, in einen ein=
 
fachen Rahmen gefasst - überreichte
 
fachen Rahmen gefasst - überreichte
 
u. der Vorsitzende dieses hochwichtige
 
u. der Vorsitzende dieses hochwichtige
Line 10: Line 10:
 
folgte ein Hurrahrufen, ein Jubeln,
 
folgte ein Hurrahrufen, ein Jubeln,
 
das unbeschreiblich ist u. kein Ende  
 
das unbeschreiblich ist u. kein Ende  
−
nehmen wollte. Dann las ein Vir-
+
nehmen wollte. Dann las ein Vir=
 
ginier, Enkel eines der Unterzeichner
 
ginier, Enkel eines der Unterzeichner
−
der Akte, dieselbe laut vor - aberma-
+
der Akte, dieselbe laut vor - aberma=
 
liger Jubel. Hierauf folgte, nach  
 
liger Jubel. Hierauf folgte, nach  
 
musikalischem Zwischenakt, die
 
musikalischem Zwischenakt, die
 
National-Ode, aus dem Gedächtniß  
 
National-Ode, aus dem Gedächtniß  
−
vorgetragen, vor allem versammel-
+
vorgetragen, vor allem versammel=
−
ten Volke, vom Dichter, Bayard Taylor.
+
ten Volke, vom Dichter, Bayard Taylor.
 
Ich wollte, Du hättest ihn sehen u. hören können.
 
Ich wollte, Du hättest ihn sehen u. hören können.
 
Das Gedicht ist erstens, nach dem Ausspruch  
 
Das Gedicht ist erstens, nach dem Ausspruch  
Line 24: Line 24:
 
war B. von dem Gegenstand so erfüllt,
 
war B. von dem Gegenstand so erfüllt,
 
vom Moment so erhoben, daß er völlig
 
vom Moment so erhoben, daß er völlig
−
wie begeistert sprach, mit einer Wär-
+
wie begeistert sprach, mit einer Wär=
−
me, einer Überzeugung, mit so fester
+
me, einer Überzeugung, mit so fester
 
klangvoller Stimme, daß er die
 
klangvoller Stimme, daß er die
 
weite Menschenmenge, die vorher
 
weite Menschenmenge, die vorher
Line 37: Line 37:
 
Ereigniß der ganzen Feierlichkeit
 
Ereigniß der ganzen Feierlichkeit
 
war. Als er von der Tribüne herab
 
war. Als er von der Tribüne herab
−
kam fehlte es nicht an warmem Hände-
+
kam fehlte es nicht an warmem Hände=
 
schütteln, der Kaiser Dom Pedro voran,
 
schütteln, der Kaiser Dom Pedro voran,
  
−
[End page 5]
+
[page 6 (sheet 3, right-hand side):]
−
 
 
−
[Start page 6]
 
  
 
3)
 
3)
Line 56: Line 54:
 
bildete der hundertste Psalm, in den
 
bildete der hundertste Psalm, in den
 
die ganze Versammlung einstimmte.
 
die ganze Versammlung einstimmte.
−
*
+
+
 
Du kannst Dir denken, daß wir froh waren
 
Du kannst Dir denken, daß wir froh waren
 
um 2 Uhr in das Hotel zurückkehren  
 
um 2 Uhr in das Hotel zurückkehren  
−
zu dürfen. Wir waren erstens fast zer-
+
zu dürfen. Wir waren erstens fast zer=
 
schmolzen, dann halb verhungert u.
 
schmolzen, dann halb verhungert u.
 
ganz verdurstet. B., den sei  Antheil  
 
ganz verdurstet. B., den sei  Antheil  
 
an der Feierlichkeit doch recht erschüttert
 
an der Feierlichkeit doch recht erschüttert
−
hatte, ließ sogleich eine Flasche mit kalten
+
hatte, ließ sogleich eine Flasche eiskalten
−
[?] kommen u. behauptet
+
Champagners kommen u. behauptet
 
jetzt, daß wir drei sie in 10 Minuten
 
jetzt, daß wir drei sie in 10 Minuten
 
ausgetrunken hätten! Den Rest des
 
ausgetrunken hätten! Den Rest des
 
Tages nahmen wir es so leicht als
 
Tages nahmen wir es so leicht als
−
möglich, blieben im kühlsten Neglige
+
möglich, blieben im kühlsten Negligé
 
auf unserm Zimmer u. erholten
 
auf unserm Zimmer u. erholten
 
uns. Da ich am folgenden Morgen  
 
uns. Da ich am folgenden Morgen  
Line 74: Line 72:
 
es Etliches für mich zu besorgen gab,
 
es Etliches für mich zu besorgen gab,
 
so brachte B. abends Lilian zu
 
so brachte B. abends Lilian zu
−
unsern Verwandten, der Sickel'schen
+
unsern Verwandten, der [roman:] <i>Sickel'schen</i> [/roman]
 
Familie, die in einem andern Hotel  
 
Familie, die in einem andern Hotel  
 
abgestiegen waren, um sie
 
abgestiegen waren, um sie
 
die Nacht bei ihnen zubringen u.
 
die Nacht bei ihnen zubringen u.
 
in der Frühe des folgenden Morgens
 
in der Frühe des folgenden Morgens
−
mit ihnen nach Kennett zurückkehren
+
mit ihnen nach [roman:] <i>Kennett</i> [/roman] zurückkehren
−
zu lassen.
+
zu lassen. Wir reisten erst um
 +
9 Uhr des 5ten J. ab, u. hatten großen

Revision as of Mar 3, 2026, 1:26:18 AM

[page 5 (sheet 3, left-hand side):]

2)

verblassten Schriftzügen, in einen ein= fachen Rahmen gefasst - überreichte u. der Vorsitzende dieses hochwichtige Dokument der versammelten Menge von der Tribüne herab zeigte. Es folgte ein Hurrahrufen, ein Jubeln, das unbeschreiblich ist u. kein Ende nehmen wollte. Dann las ein Vir= ginier, Enkel eines der Unterzeichner der Akte, dieselbe laut vor - aberma= liger Jubel. Hierauf folgte, nach musikalischem Zwischenakt, die National-Ode, aus dem Gedächtniß vorgetragen, vor allem versammel= ten Volke, vom Dichter, Bayard Taylor. Ich wollte, Du hättest ihn sehen u. hören können. Das Gedicht ist erstens, nach dem Ausspruch der besten Autoritäten, ein nach Form u. Inhalt durchaus gelungenes, dazu aber war B. von dem Gegenstand so erfüllt, vom Moment so erhoben, daß er völlig wie begeistert sprach, mit einer Wär= me, einer Überzeugung, mit so fester klangvoller Stimme, daß er die weite Menschenmenge, die vorher mehr oder weniger geräuschvoll gewesen, plötzlich zum Stillschweigen brachte, das nur von häufigem stürmischen Applaus unterbrochen wurde. Die öffentliche Meinung hat sich seitdem dahin ausgesprochen, daß die Ode das große u. krönende Ereigniß der ganzen Feierlichkeit war. Als er von der Tribüne herab kam fehlte es nicht an warmem Hände= schütteln, der Kaiser Dom Pedro voran,

[page 6 (sheet 3, right-hand side):]

3)

u. herzlichen Glückwünschungen. Der Ode folgte der Redner, ein eminenter Jurist, der vom Manuskript ablaß u. leider eine schwache Stimme hatte, die nur die nächste Umgebung beherrschte. Die Rede ist ausgezeichnet (ich habe sie im Druck gelesen) aber ihre Wirkung ging verloren. Den Schluß der Feierlichkeit bildete der hundertste Psalm, in den die ganze Versammlung einstimmte. + Du kannst Dir denken, daß wir froh waren um 2 Uhr in das Hotel zurückkehren zu dürfen. Wir waren erstens fast zer= schmolzen, dann halb verhungert u. ganz verdurstet. B., den sei Antheil an der Feierlichkeit doch recht erschüttert hatte, ließ sogleich eine Flasche eiskalten Champagners kommen u. behauptet jetzt, daß wir drei sie in 10 Minuten ausgetrunken hätten! Den Rest des Tages nahmen wir es so leicht als möglich, blieben im kühlsten Negligé auf unserm Zimmer u. erholten uns. Da ich am folgenden Morgen mit B. nach N. Y. reisen wollte, wo es Etliches für mich zu besorgen gab, so brachte B. abends Lilian zu unsern Verwandten, der [roman:] Sickel'schen [/roman] Familie, die in einem andern Hotel abgestiegen waren, um sie die Nacht bei ihnen zubringen u. in der Frühe des folgenden Morgens mit ihnen nach [roman:] Kennett [/roman] zurückkehren zu lassen. Wir reisten erst um 9 Uhr des 5ten J. ab, u. hatten großen

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto