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Marie Taylor to Lina Hansen, July 11, 1876

http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Taylor_0123_0004.jpg

Revision as of Jan 4, 2020, 8:00:11 PM
edited by Dilla
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kamen zu Fuß die Söhne der Gefallenen
 
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mit kleinen Musketen im Arm, den
 
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offenen, mit grünen Girlanden u.
 
offenen, mit grünen Girlanden u.
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Flaggen geschmückten Omnibussen, die
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verwaisten Töchter, eine Schar blühen-
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der Mädchen, nicht ganz erwachsen,  
 
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in weissen Kleidern, Strohhüten
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mit kleinen Bändern u. rother
 
mit kleinen Bändern u. rother
 
Brustschleife. Jedes geschäftliche Treiben
 
Brustschleife. Jedes geschäftliche Treiben
 
hatte aufgehört u. eine ungeheure,
 
hatte aufgehört u. eine ungeheure,
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festlich gekleidete Menschenmenge durchwog-
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te die Straßen, bis [insertion] sie [/insertion] abends Kopf an
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Kopf gedrängt stand, um den Fackel-
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zug zu erwarten. Es war die gedul-
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digste Menge, die ich je gesehen, hin u.
 
digste Menge, die ich je gesehen, hin u.
 
wieder lustig u. enthusiastisch, aber
 
wieder lustig u. enthusiastisch, aber
 
keineswegs tumultuarisch. Und so
 
keineswegs tumultuarisch. Und so
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ungeheuren Menschenzudrang in
 
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den beiden größten Städten Phil.a
 
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u. New-York an diesen Festtagen eine
 
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heit von Exzessen u. Unfällen  
 
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ist, nachdem der Krieg zu Ende war. Erst kamen zu Fuß die Söhne der Gefallenen mit kleinen Musketen im Arm, den Platz der Väter ausfüllend, dann in wenigstens zehn, an den Seiten offenen, mit grünen Girlanden u. Flaggen geschmückten Omnibusen, die verwaisten Töchter, eine Schar blühen= der Mädchen, nicht ganz erwachsen, in weißen Kleidern, Strohhüten mit kleinen Bändern u. rother Brustschleife. Jedes geschäftliche Treiben hatte aufgehört u. eine ungeheure, festlich gekleidete Menschenmenge durchwog= te die Straßen, bis [insertion:] sie [/insertion] abends Kopf an Kopf gedrängt stand, um den Fackel= zug zu erwarten. Es war die gedul= digste Menge, die ich je gesehen, hin u. wieder lustig u. enthusiastisch, aber keineswegs tumultuarisch. Und so erwähne ich gleich hier, daß bei dem ungeheuren Menschenzudrang in den beiden größten Städten Phil.a u. New-York an diesen Festtagen eine solche Ordnung , eine solche Abwesen= heit von Exzessen u. Unfällen u. Verbrechen geherrscht, wie es selbst für gewöhnlich nicht vorkommt. Das ganze Volk, auch das niedere u. das Raufbold-Element schien freundlich gestimmt zu sein. Mit Anbruch der heißen Sommernacht, erschienen die ersten Fackeln. Um 8 1/2 Uhr sahen wir sie in einiger Entfernung vorüberziehen, etwa eine Stunde lang, u. nach Mitternacht erst

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fing der Zug an, an unserm Hotel, unterhalb dessen der Endpunkt lag, vorbeizukommen. Dazwischen hatten wir hinreichend Unterhaltung am Drängen u. Treiben unten in den Straßen, an bengalischen Flam= men, die hier u. da aufleuchteten u. prächtig illuminirten, Raketen die ringsum aufstiegen u. solchen Dingen durch die der Volksjubel sich Luft machte. Erst nach ein Uhr gingen wir zu Bette, fanden aber nur wenig Ruhe vor großer drückender Hitze. Nun aber brach der große Tag an, u. ach, heißer denn je - die Sonne schien förmlich Feuer, aber glücklichweise wehte doch ab u. zu ein Lüftchen. Wir machten Toilette u. fanden uns um 9 Uhr (nach erhaltenen Instruktionen) in einem Saal des Hotels ein, wo einige Herrn vom Komite uns empfingen u. die Gouver= neure der Staaten sich versammelten. Mit ihnen brachen wir zu Fuß nach dem nicht weit entlegenen freien grünen Platz hinter Independence Hall [strikethrough:] auf [/strikethrough], wo die Feierlichkeit statt fand, auf. Bayard führte mich, Lilian aber hatte die Ehre am Arme des Gouver= neurs von Neu-Mexiko zu prozes= siren! Auf dem Platze angekommen, betraten wir ein ausgedehntes Bretter= gerüste, welches Sitze für 4 - 5,000 einge= ladene Gäste u. die Rednertri= büne [insertion:] enthielt [/insertion]. Wir bekamen Plätze dicht bei der letzteren. Über alle diese

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