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Marie Taylor to Lina Hansen, June 15, 1876
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| Revision as of Jan 2, 2020, 8:46:54 PM edited by Dilla |
Revision as of Jan 6, 2020, 9:11:01 PM edited by Dilla |
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wohl Lilian einstweilen mit ihren | wohl Lilian einstweilen mit ihren | ||
Cousinen hinschicken. - Nun aber | Cousinen hinschicken. - Nun aber | ||
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danken, liebste Mutter, für mein | danken, liebste Mutter, für mein | ||
Geburtstagsgeschenk, welches ich vor | Geburtstagsgeschenk, welches ich vor | ||
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Photographien, ein Möbel, was wir | Photographien, ein Möbel, was wir | ||
sehr nöthig haben. Bayard hatte mir | sehr nöthig haben. Bayard hatte mir | ||
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herrlicher Theerosen geschenkt u. von | herrlicher Theerosen geschenkt u. von | ||
[?] aus der Winner Bäckerei, die auf | [?] aus der Winner Bäckerei, die auf | ||
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brödchen kommen lassen, womit | brödchen kommen lassen, womit | ||
er dachte mir eine rechte Freude zu | er dachte mir eine rechte Freude zu | ||
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u. deshalb wenig genießbar waren, | u. deshalb wenig genießbar waren, | ||
kannst Du Dir wohl vorstellen. Lilian | kannst Du Dir wohl vorstellen. Lilian | ||
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aber eine solche Sandtorte hast Du nie | aber eine solche Sandtorte hast Du nie | ||
gesehen. Sie war einen Zoll dick in | gesehen. Sie war einen Zoll dick in | ||
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rand. Sie war ungenießbar. Ich | rand. Sie war ungenießbar. Ich | ||
verlebte den Tag unter vielerlei Be- | verlebte den Tag unter vielerlei Be- | ||
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Vassar stattfinden sollte. Wir beschlossen | Vassar stattfinden sollte. Wir beschlossen | ||
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Revision as of Jan 6, 2020, 9:11:01 PM
ich Wilhelm's Gründe, die ihn verhindern herüber zu kommen, nur billigen kann, so kann ich es doch kaum verschmerzen nun die Hoffnung, eins meiner Ge- schwister hier zu sehen, aufgeben zu müssen. Warum, frage ich, kann unter den 20,000 Passagieren die von darüben (Deutschland) zur Aus- stellung angemeldet sind, nicht auch Jemand von den Meinen sein? Wir selbst sind noch nicht zur Aus- stellung gewesen. Ich habe mich bis jetzt vor der Hitze u. der unvermeid- lichen Ermüdung gefürchtet u. werde wohl Lilian einstweilen mit ihren Cousinen hinschicken. - Nun aber muß ich Dir doch erst recht von Herzen danken, liebste Mutter, für mein Geburtstagsgeschenk, welches ich vor 8 Tagen erhielt. Bayard gab mir beinahe ebenso viel in Geld als Ge- schenk u. so werde ich mir wohl im Herbst einen hübschen Schrank ma- chen lassen, [crossed out] für [/crossed out] mit Glasthüren u. Schubfächern, für mein gutes Porzellan u. Glas u. für unsere Albums u. Photographien, ein Möbel, was wir sehr nöthig haben. Bayard hatte mir außerdem eine Torte u. ein Bouquet herrlicher Theerosen geschenkt u. von [?] aus der Winner Bäckerei, die auf der Ausstellung ist, eine Anzahl Franz- brödchen kommen lassen, womit er dachte mir eine rechte Freude zu machen. Daß sie aber vom Tag vorher u. deshalb wenig genießbar waren, kannst Du Dir wohl vorstellen. Lilian
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gab mir ein schönes u. interessantes Buch. Ich hätte eine Sandtorte gebacken aber eine solche Sandtorte hast Du nie gesehen. Sie war einen Zoll dick in der Mitte u. etwa fünf am Außen- rand. Sie war ungenießbar. Ich verlebte den Tag unter vielerlei Be- schäftigung, denn da unsere Umsied- lung so nahe bevorstand, gab es viele Vorbereitungen zu treffen u. ich hatte gerade damals Verschiedenes vor was drängte. Ich schrieb Dir bereits daß das Hauptexamen am 8. Juni in Vassar stattfinden sollte. Wir beschlossen gleich nachher, ohne auf den Schluss der Schule zu warten, nach Cedarcroft zu gehen. Ich hatte beabsichtigt mit nach Vassar zu gehen, doch war ich mehrere Tage zuvor nicht recht wohl gewesen u. war infolge davon so nervös, dass ich mich fürchtete mit zu gehen. Bayard ging daher allein mit Lilian. Am Abend kam er ohne sie zurück: - das Examen konnte erst am folgenden Tag beendigt werden. Er hatte mit am gemeinschaftlichen Mit- tagstisch theilgenommen u. die 400 Studentinnen beisammen ge- sehen u. rühmte an ihnen die ein- fache Kleidung u. das gesunde Aus- sehen. Die ganze Anstalt u. der dort herrschende Geist gefiel ihm sehr. L. kam am folgenden Nachmittag in Gesellschaft der anderen beiden Mädchen u. des Vaters der einen, zurück. Sie brachte die beste Zensur mit: - [underlined] lobens- [/underlined] [Underlined] werth durchgängig [/underlined], u. wir waren alle sehr froh darüber. Sie sah recht blaß aus von dem was sie durchgemacht,
