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Marie Taylor to Lina Hansen, June 15, 1876
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Cedarcroft, 15. Juni, 1876
Meine liebste Mutter!
Soeben erhalte ich Deinen lieben Brief vom letzten Mai, der mir eine grosse Erleich- terung gewährt. Denn wenn Du noch immer über große Schmerzen klagst u. auch wieder einmal zu Bette gelegen hast, so warst Du doch für den Augen- blick wenigstens nicht krank oder allzu angegriffen - konntest schreiben u. das schon ist mir eine Wohlthat zu wissen. Und dann hofft man so gern, u. da hoffe auch ich gleich, dass es nun endlich besser mit Dir gehen wird u. Deine Kraft im Zunehmen ist. Dass Ihr ein so gar hässliches, rauhes Frühjahr habt, ist freilich recht zu Deinem Nach- theil u. bedaure ich das sehr. Könnte ich Dir doch von der Wärme abgeben, die wir seit Anfang Mai mit kurzen Unterbrechungen gehabt haben. Wir haben ohnedies zu viel davon u. können nicht dünn genug uns kleiden. Auch sind die Nächte schon recht unleidlich warm. Bis jetzt Aaber habe ich die Hitze noch ganz gut vertragen u. werde ich recht dankbar sein, wenn sie mich nicht mehr als bisher diesen Sommer ermattet. Dass Emma noch daran denkt Dich zu besuchen, freut mich sehr; ich hatte schon befürchtet, sie habe es aufgegeben.
