• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Scripto | Revision Difference | Transcription

Log in to Scripto | Recent changes | View item | View file | Transcribe page | View history

Marie Taylor to Lina Hansen, June 15, 1876

http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Taylor_0121_0001.jpg

Revision as of Jun 3, 2022, 6:56:01 PM
edited by Dilla
Revision as of Mar 3, 2026, 11:06:23 PM
edited by Admin
Line 1: Line 1:
−
page 1 [right hand]:
+
[page 1 (sheet 1, right-hand side):]
  
 
Cedarcroft,  15. Juni, 1876
 
Cedarcroft,  15. Juni, 1876
Line 20: Line 20:
 
Deine Kraft im Zunehmen ist. Daß Ihr
 
Deine Kraft im Zunehmen ist. Daß Ihr
 
ein so gar häßliches, rauhes Frühjahr  
 
ein so gar häßliches, rauhes Frühjahr  
−
habt, ist freilich recht zu Deinem Nach-
+
habt, ist freilich recht zu Deinem Nach=
 
theil u. bedaure ich das sehr. Könnte
 
theil u. bedaure ich das sehr. Könnte
 
ich Dir doch von der Wärme abgeben,  
 
ich Dir doch von der Wärme abgeben,  
Line 33: Line 33:
 
dankbar sein, wenn sie mich nicht
 
dankbar sein, wenn sie mich nicht
 
mehr als bisher diesen Sommer  
 
mehr als bisher diesen Sommer  
−
ermattet. Dass Emma noch daran
+
ermattet. Daß [roman:] <i>Emma</i> [/roman] noch daran
 
denkt Dich zu besuchen, freut mich sehr;
 
denkt Dich zu besuchen, freut mich sehr;
 
ich hatte schon befürchtet, sie habe es
 
ich hatte schon befürchtet, sie habe es
Line 40: Line 40:
 
Du nichts von ihr erwähnst. Trotzdem
 
Du nichts von ihr erwähnst. Trotzdem
  
−
page 4 [left hand]:
+
[page 4 (sheet 1, left-hand side):]
  
 
brachte aber einen Löwenappetit
 
brachte aber einen Löwenappetit
Line 46: Line 46:
 
aufgebrauchte Lebenskraft. Dies war
 
aufgebrauchte Lebenskraft. Dies war
 
am Freitag: Am Sonnabend früh
 
am Freitag: Am Sonnabend früh
−
brachen wir dann nach Cedarcroft  
+
brachen wir dann nach [roman:] <i>Cedarcroft</i> [/roman]
 
auf. B. brachte uns früher. Es war ein
 
auf. B. brachte uns früher. Es war ein
 
sehr heißer Tag, der Abend auf der
 
sehr heißer Tag, der Abend auf der
−
Veranda [insertion] aber [/insertion] u. die Luft die wir da ath-
+
Veranda [insertion:] aber [/insertion] u. die Luft die wir da ath=
 
meten war köstlich. B. musste leider
 
meten war köstlich. B. musste leider
 
Montag früh wieder fort; doch hoffe
 
Montag früh wieder fort; doch hoffe
Line 55: Line 55:
 
u. bis Montag früh bleiben kann.
 
u. bis Montag früh bleiben kann.
 
Ida ließ ich zu seiner Versorgung in N.
 
Ida ließ ich zu seiner Versorgung in N.
−
Y. Die schwarze Köchin nehme ich als Stu-
+
Y. Die schwarze Köchin nehme ich als Stu=
−
benmädchen mit hierher. Dadurch, daß
+
benmädchen mit hierher. Dadurch, daß
−
ich Bettzeug u. manches Andere mit hier-
+
ich Bettzeug u. manches Andere mit hier=
 
her bringen musste, hatte ich zuvor  
 
her bringen musste, hatte ich zuvor  
 
viel zu denken u. zu thun gehabt. In
 
viel zu denken u. zu thun gehabt. In
 
den letzten Tagen hatten wir mehrere
 
den letzten Tagen hatten wir mehrere
 
Regengüsse u. die feuchte Wärme im
 
Regengüsse u. die feuchte Wärme im
−
Verein mit den eben reifenden Kir-
+
Verein mit den eben reifenden Kir=
 
schen haben Lilian u. ihrer Grossmama
 
schen haben Lilian u. ihrer Grossmama
 
einen verdorbenen Magen verursacht.
 
einen verdorbenen Magen verursacht.
−
Ich gab L. Ipecac. u. lasse sie still auf dem
+
Ich gab [roman:] <i>L. Ipecac.</i> [/roman] u. lasse sie still auf dem
 
Bette liegen, da wird es hoffentlich  
 
Bette liegen, da wird es hoffentlich  
−
bald vorüber gehen. Mother Taylor kann
+
bald vorüber gehen. [roman:] <i>Mother Taylor</i> [/roman] kann
 
das warme Wetter nie recht vertragen  
 
das warme Wetter nie recht vertragen  
 
u. hat diese Attacken von Zeit zu Zeit im
 
u. hat diese Attacken von Zeit zu Zeit im
 
Sommer. Mein Schwiegervater ist wohl,
 
Sommer. Mein Schwiegervater ist wohl,
 
aber doch merklich schwach, u. fast ganz taub.  
 
aber doch merklich schwach, u. fast ganz taub.  
−
Carey's befinden sich wohl. Alle lassen Deine
+
[roman:] <i>Carey's</i> [/roman] befinden sich wohl. Alle lassen Deine
 
Grüße herzlich erwiedern. Lilian  
 
Grüße herzlich erwiedern. Lilian  
 
sendet Dir viele innige Grüße.  
 
sendet Dir viele innige Grüße.  
Line 79: Line 79:
 
ich schnell, um ihn rechtzeitig für den
 
ich schnell, um ihn rechtzeitig für den
 
Bremer Dampfer zur Post zu schicken.
 
Bremer Dampfer zur Post zu schicken.
 +
 
Mit innigster Liebe  
 
Mit innigster Liebe  
 +
 
Deine T.  Marie.
 
Deine T.  Marie.

Revision as of Mar 3, 2026, 11:06:23 PM

[page 1 (sheet 1, right-hand side):]

Cedarcroft, 15. Juni, 1876

Meine liebste Mutter!

Soeben erhalte ich Deinen lieben Brief vom letzten Mai, der mir eine große Erleich= terung gewährt. Denn wenn Du noch immer über große Schmerzen klagst u. auch wieder einmal zu Bette gelegen hast, so warst Du doch für den Augen= blick wenigstens nicht krank oder allzu angegriffen - konntest schreiben u. das schon ist mir eine Wohlthat zu wissen. Und dann hofft man so gern, u. da hoffe auch ich gleich, daß es nun endlich besser mit Dir gehen wird u. Deine Kraft im Zunehmen ist. Daß Ihr ein so gar häßliches, rauhes Frühjahr habt, ist freilich recht zu Deinem Nach= theil u. bedaure ich das sehr. Könnte ich Dir doch von der Wärme abgeben, die wir seit Anfang Mai mit kurzen Unterbrechungen gehabt haben. Wir haben ohnedies zu viel davon u. können nicht dünn genug uns kleiden. Auch sind die Nächte schon recht unleidlich warm. Bis jetzt aber habe ich die Hitze noch ganz gut vertragen u. werde ich recht dankbar sein, wenn sie mich nicht mehr als bisher diesen Sommer ermattet. Daß [roman:] Emma [/roman] noch daran denkt Dich zu besuchen, freut mich sehr; ich hatte schon befürchtet, sie habe es aufgegeben. Wie geht es denn Dora? Sie muß wohl besser sein, da Du nichts von ihr erwähnst. Trotzdem

[page 4 (sheet 1, left-hand side):]

brachte aber einen Löwenappetit mit u. ergänzte somit bald die aufgebrauchte Lebenskraft. Dies war am Freitag: Am Sonnabend früh brachen wir dann nach [roman:] Cedarcroft [/roman] auf. B. brachte uns früher. Es war ein sehr heißer Tag, der Abend auf der Veranda [insertion:] aber [/insertion] u. die Luft die wir da ath= meten war köstlich. B. musste leider Montag früh wieder fort; doch hoffe ich, daß er jeden Sonnabend kommen u. bis Montag früh bleiben kann. Ida ließ ich zu seiner Versorgung in N. Y. Die schwarze Köchin nehme ich als Stu= benmädchen mit hierher. Dadurch, daß ich Bettzeug u. manches Andere mit hier= her bringen musste, hatte ich zuvor viel zu denken u. zu thun gehabt. In den letzten Tagen hatten wir mehrere Regengüsse u. die feuchte Wärme im Verein mit den eben reifenden Kir= schen haben Lilian u. ihrer Grossmama einen verdorbenen Magen verursacht. Ich gab [roman:] L. Ipecac. [/roman] u. lasse sie still auf dem Bette liegen, da wird es hoffentlich bald vorüber gehen. [roman:] Mother Taylor [/roman] kann das warme Wetter nie recht vertragen u. hat diese Attacken von Zeit zu Zeit im Sommer. Mein Schwiegervater ist wohl, aber doch merklich schwach, u. fast ganz taub. [roman:] Carey's [/roman] befinden sich wohl. Alle lassen Deine Grüße herzlich erwiedern. Lilian sendet Dir viele innige Grüße. Da ich diesen Brief nicht bis nächste Woche liegen lassen darf, so schließe ich schnell, um ihn rechtzeitig für den Bremer Dampfer zur Post zu schicken.

Mit innigster Liebe

Deine T. Marie.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto