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Frieda Amerlan to Josephine Benecke, November 2, 1907

Benecke family letter, November 2, 1907, p. 1
Benecke family letter, November 2, 1907, p. 2
Benecke family letter, November 2, 1907, p. 3
Benecke family letter, November 2, 1907, p. 4

Author

Frieda Amerlan

Recipient

Josephine Amerlan (Benecke)

Date

November 2, 1907

Origin

Krefeld, Rheinland

Destination

Brunswick, Missouri

Description

Letter from Frieda Amerlan to Josephine Benecke, November 2, 1907.

Type

letter

Format

photocopy

Language

German

Tags

1900-1909, transcribed

Source

Benecke Family Papers

Collection

Benecke Family Collection

Repository

State Historical Society of Missouri

Citation

“Frieda Amerlan to Josephine Benecke, November 2, 1907.” Benecke Family Papers, State Historical Society of Missouri, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/384

Original text

Krefeld 2. 11. 07.

Bismarkplatz 6.

Arme liebe kleine Jose!

Also habt Ihr wirklich wieder eine kalte u. stürmische Überfahrt gehabt! Das tut mir mehr leid wie ich sagen kann. Trotz unsrer Trauer hier, deren Ursache Du inzwischen durch m. ersten Brief (vom 26'sten Oct) erfahren hast, haben wir täglich Deiner u. Louis' gedacht u. uns um Euretwillen des schönen sonnigen Wetters gefreut, das wir noch immer haben. Hoffentlich bist Du wenigstens nicht so sehr seekrank gewesen?

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Daß Du die Karte in Hoboken selbst schreiben konntest, nahm ich als gutes Zeichen. [underline:] Ganz [/underline] beruhigt werde ich aber doch erst sein, wenn ich auch erst aus Brunswick gute Nachricht habe von Dir. Wer sie auch schreibt. Wenn Du noch ein bischen angegriffen bist, quäle Dich nicht selbst. Louis ist so flink mit der Feder u. hat uns im Harz durch seine ritterlichen Aufmerksamkeiten so verwöhnt, daß ich gewiß keine Fehlbitte tue. Oder

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ist er "drüben" schon wieder ganz business? Ich hoffe, nein. Hoffe im Gegenteil daß er - wenn der indian summer Euch hold ist - daran denkt, wie gut Dir die frische Luft tat, u. Euch Beiden das Bummeln. -

- Auch ich sorge hier dafür, daß Martchen möglichst viel in die frische Luft kommt. Die Zeit des Fürchtens u. Hoffens ist vorüber; ihr Kummer ist stiller geworden u. sie fühlt nach den langen bangen Tagen der Erschöpfung selbst, daß ich recht tue, an ihre Gesundheit zu denken. Aufenthalt in

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in freier Natur ist [strikethrough:] f [/strikethrough] in meinen Augen das beste Allheilmittel für jede Art Krankheit oder Leid; u. die Spazierwege um Krefeld sind freundlich u. schön. Da Martchen nicht ängstlich zu rechnen braucht, bleibt sie bis zum Frühling ruhig hier im gewohnten lieben Freundeskreis. Später kommt sie wohl ostwärts, wo ihr alle Verwandten näher sind. - Geschäftliche Schreibereien haben wir noch mannigfache zu erledigen, nimm deßhalb für heut mit diesem kurzen Gruß vorlieb. Bis Martchen einen festen Zukunftsplan gefaßt hat, bleibe ich bei ihr. Der Gedanke an Einsamkeit ist ihr noch zu schrecklich. -

[left margin/p. 4:] Leb wohl, Herzens=Joseph! Möchte dieser Brief Dich doch recht frisch u. wohl finden. Das ist mein innigster Wunsch. -

[left margin/p. 3:] Marta sendet Dir u. Louis auch die herzlichsten Grüße. Sie bedauert noch immer sehr, daß sie Euch nicht gesehen hat.

[left margin/p. 2:] Mit tausend herzlichen Grüßen für Euch u. Eure Kinder In treuer inniger Liebe Deine alte Fr. A.


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