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Crede family letter, April 8, 1854

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Recipient

Carl Albert Crede

Date

April 8, 1854

Origin

Cassel, Hesse

Description

Letter to Carl Albert Crede, April 8, 1854.

Type

letter

Language

German

Tags

1850-1859

Source

Crede Family Papers

Collection

Crede Family Papers

Repository

State Historical Society of Missouri

Citation

“Crede family letter, April 8, 1854.” Crede Family Papers, State Historical Society of Missouri, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/288

Original text

Cassel, am 8ten April 1854.

Lieber Albert!

Mein Schreiben vom 14.t [roman:] Februar /roman] d. J. wirst Du durch He. [roman:] [?] Flots [/?] [/roman] von hier s. Z. erhalten u. die Einlagen an meine Söhne befördert haben. Ich benutze indeß die Gelegenheit, welche sich mir durch He. [roman:] Diedrich [/roman] von hier darbietet, Dir einige Zeilen zu schreiben. Der Bringer dieses, ist der Sohn sehr braver guter Eltern, sein Vater ist einer meiner besten Freunde und hat mich dringend gebeten, Dir seinen Sohn auf das angelegentlichste zu empfehlen; indem ich dieses hiermit thue, gebe ich Dir die Versicherung, daß der junge Mann, welcher sich durch seine Auswanderung dem Militair entziehen will, ein solider ordentlicher Mensch ist, der sich dort ein besseres Loos zu schaffen hofft, als es ihn unter unseren gegenwärtigen sehr traurigen Zeiten die Zukunft [insertion:] hier [/insertion] bieten wird. Ueber seinen Plan wird er Dir mündlich Mittheilung machen und wirst Du mich sehr verpflichten, wenn Du ihn, so viel es in Deinen Kräften steht mit Rath und That zur Hand gehst. — Zunächst nun lieber [roman:] Albert [/roman] muß ich Dir eine Trauerbotschaft mittheilen, unser Onkel [roman:] Conrad [/roman], der wie Du weißt bereits längere Zeit sehr leidend war, hat am 28t. v. M. seine irdische Laufbahn vollendet. Die Tante ist hierdurch, wie Du Dir leicht denken kannst, in eine traurige Lage versetzt, da alles Vermögen mangelt und sie nun sehen muß, wie sie sich mit 12r; Pension mit

mit ihren drei Kindern durchschlägt, was namentlich bei unserer gegenwärtigen enormen Theurung sehr schwer fallen wird. Onkel in Beberbach hat sich sofort bereit erklärt, ihren ältesten Sohn, der Forstmann werden will, zu sich zu nehmen, was für ihn sowohl, als für Tante, eine große Wohlthat ist. — Vor Kurzem besuchte uns Dein Bruder [roman:] Curt [/roman], er ist groß und kräftig geworden und soll bei Ulrichs etwas tüchtiges gelernt haben. Deinen Bruder [roman:] Wilh. [/roman] der gegenwärtig hier im Dienste ist, habe ich wissen lassen, daß ich an Dich schreibe und wird Dir derselbe über die Deinigen pp Mittheilung machen. — Wegen meinem [roman:] Carl [/roman], der in der Kürze konfirmirt wird, befinde ich mich jetzt in einiger Verlegenheit. Wie Du weißt, wünschen die Meinigen in [roman:] Westphalien [/roman] nicht, daß er hier ein Geschäft lernen soll, wozu ich ihn bestimmt hatte, sondern glauben, wenn er nicht Farmer werden wollte, daß er denn dort mit weit mehr Vortheil ein Geschäft erlernen könnte und rathen mir an, daß ich ihn auf eine Oeconomie bringe, wo er arbeiten und hauptsächlich mit Vieh umgehen lerne. Der hiesigen Oeconomen sind indeß die äußerst hohen Kornpreise p so zu Kopfe gestiegen, daß sie dafür, daß ich in Carl hauptsächlich einen Tagelöhner stelle, = [underline:] 160 r. [/underline] verlangen! Dieses Opfer zu bringen scheint mir nicht räthlich und glaube ich nicht, daß es dem Jungen in

in dem Grade nützt. Ich habe mich deshalb entschlossen, Karl bei mir zu behalten, bis er zu seinen Brüdern gehen kann und soll er bis dahin hauptsächlich englische u. französische Sprache treiben. Habe ich dann vielleicht in kommenden Herbste Gelegenheit den Jungen unter guter Begleitung nach dort zu schicken, so mag er denn abgehen und dort ergreifen, wozu er Lust hat. — Ueber meine Uebersiedelung nach [roman:] Westph. [/roman] kann ich noch nichts bestimmtes sagen, denn so lange noch meine arme Mutter lebt, die fortwährend sehr leidend ist, kann ich nicht wegziehen, da dieses ihr Ende beschleunigen würde. In [roman:] Helsa [/roman], auf dem Fischhause bei [roman:] Lampmanns ez. [/roman] geht es gut — alle lassen Dich herzlich grüßen. Wir erwarten nun mit wahrer Sehnsucht bald Nachricht von [roman:] Hermann [/roman] und [roman:] Wilhelm [/roman] —, wir hoffen ja, daß es ihnen gut geht sind indeß wegen ihrer Gesundheit sehr in Sorge. — Solltest Du noch keinen Brief von ihnen zur Beförderung an uns erhalten habe, dann thue mir doch die Liebe und schreibe ihnen so bald als es Deine Zeit gestattet, daß sie nicht versäumen müssen uns recht bald und zwar umständlich zu schreiben wie es ihnen ergehe — Ende [roman:] Februar [/roman] d. J. bot sich eine Gelegenheit für mich dar, wo Bekannte von meinen Söhnen / Kinder des Kanzlisten [roman:] Bernhard [/roman] nach [roman:] St. Louis /roman] gingen, an meine Söhne zu schreiben; freilich werden sie dieses Schreiben, da dieselben mit Segelschiff reißen, noch nicht erhalten

erhalten haben. Ich schickte ihnen durch diese Gelegenheit eine Partie Zündhütchen, welche, wir mir [roman:] H. [/roman] schrieb, dort theuer sind und die ich hier billig haben könnte. _ Bei uns gehts ja ziemlich gut, meine Kinder sind gesund und nehmen zu an Geist und Körper und wenn gleich Alles sehr theuer ist, so haben wir dennoch unser Auskommen, da wir keine große Ansprüche machen und nie gemacht haben und deshalb im Stande gewesen sind, uns für böse Zeiten, wie die jetzigen, etwas zu ersparen. Interessantes von hier lieber [roman:] Albert [/roman] kann ich Dir nicht mittheilen, mann hört hier nichts als Klagen über Theurung, Erwerbslosigkeit pp. Ich bekümmere mich um nichts was außerhalb meines Familienkreises vorkommt und habe nur den einzigen Gedanke bald dort mit meinen Kinder und Schwiegereltern vereint ein froheres Leben zu führen als hier, denn abgesehen davon, daß ich mein Auskommen hier habe, so wird mir doch zu wenig Freude geboten und leidet meine Gesundheit durch das ständige Stubenhocken_ dort hoffe ich wieder auf zuleben. — Lebe recht wohl lieber [roman:] Albert [/roman] und schreibe mir sobald Du Briefe von meinen lieben Jungen für mich erhälst. Wir alle grüßen Dich recht herzlich und ich verbleibe stets Dein aufricht. Vetter Credé


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