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Catharina Heck to Eugen Klee, February 10, 1901

Catharina Heck to Eugen Klee, February 10, 1901, p. 1
Catharina Heck to Eugen Klee, February 10, 1901, p. 2
Catharina Heck to Eugen Klee, February 10, 1901, p. 3
Catharina Heck to Eugen Klee, February 10, 1901, p. 4
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Catharina Heck to Eugen Klee, February 10, 1901, p. 7
Catharina Heck to Eugen Klee, February 10, 1901, p. 8

Author

Catharina Heck

Recipient

Eugen Klee

Date

February 10, 1901

Description

Letter from Catharina Heck to Eugen Klee, February 10, 1901.

Type

letter

Language

German

Tags

1900-1909, untranscribed

Source

Eugen Klee Papers

Collection

Eugen Klee Papers (HSP)

Repository

Historical Society of Pennsylvania

Citation

“Catharina Heck to Eugen Klee, February 10, 1901.” Eugen Klee Papers, Historical Society of Pennsylvania, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1953

Original text

Blechhammer 10.2.1901

Lieber Cousin Eugen!

Deinen lieben Brief habe ich mit großer Freude erhalten. Gern hätte ich Dir schon längst einmal geschrieben, allein ich wußte Deine jetzige Adresse nicht. Ich habe öfter meine Schwester & auch Deinen Schwager darum gebeten, allein ich konnte dieselbe nicht bekommen, jedenfalls vergaßen sie es. Ich war dann recht froh, als Dein l. Brief ankam & die Adresse enthielt. Es war wirklich ein recht trauriges Jahr, das Jahr 1900

[page 2] sowohl für Dich, sowie für uns Alle. Der gute Philipp starb nach kurzem Krankenlager an einer Lungen -x- & Rippenfellentzündung am 11. Dez. 99; derselbe mußte sehr Vieles erdulden, bis der Tod seinem Leiden ein Ende machte. Ich weiß nicht ob es Dir bekannt ist, aber viele Unannehmlichkeiten stürmten in kurzen Zwischenräumen auf den armen Phil. ein, so daß er schon lange vor seiner Krankheit ein ganz gebrochener Mensch war. Du kannst Dir denken, welchen Schmerz sein Tod hervorrief, war er doch der einzige Sohn & sollte in kurzer Zeit das Geschäft seiner Eltern übernehmen.

[page 3] doch der Mensch denkt & Gott lenkt! Genau zwei Monate nach Phil. Tode, starb Deine liebe Schwester, zu unserm größten: Erstaunen & Überraschung. Dein Schwager hatte uns wohl geschrieben, daß Malchen krank sei, allein wir glaubten, dies sei vorübergehend, bis auf einmal die Todesnachricht eintraf. Dein l. Schwager hat sie bis zum letzten Augenblick mit aufopfernder Liebe & Treue gepflegt. Derselbe scheute keine Mühe & keine Kosten, that überhaupt Alles, um sie am Leben zu erhalten, allein der Herr über Leben & Tod hatte es anders beschlossen.

[page 4] Bei unserm Dortsein, als Malchen zur letzten Ruhestätte gebettet wurde, sagte uns Heinrich, saß ihm der Arzt schon vor sechs Jahren gesagt habe, daß es mit Malchens Gesundheit schlecht stehe; nur die äußerste Sorgsamkeit und Schonung hatte sie noch so lange erhalten. Den Schmerz den Dir Malchens Tod bereitete, kann ich mir wohl denken, denn es ist ja auch wie Du schreibst, Du bist jetzt der Letzte Deiner Familie. Gottes Wege sind wunderbar, man kann sie manchmal nicht begreifen. Hat Dich doch auch die Vorsehung int man kann sagen mit Gewalt in Deine richtige Bahn gebracht.

[page 5] Es gibt auch wirklich nichts Schöners als Musik & Gesang & überdies lohnt es sich auch noch besser, wie hier eine Schulmeisterstelle. Gegenwärtig sind wir sowie alle Verwandten ziemlich gesund. Lenchen Chedron, Frau Berdel, bekam an Weihnachten ein kleines Mädchen, wurde einige Tage darauf schwerkrank, wurde aber dann wieder besser; ihre Mutter hat während dieser Zeit auch Kummer & Schmerz genug durchgemacht. Lenchen ist jetzt aber wieder hergestellt & be= findet sich mit dem Kleinen wohl. Dein Erfolg bei dem großen Sängerfeste in Broklin [Brooklyn] hat uns

[page 6] sehr gefreut; Mina schrieb uns schon davon, auch und daß sie auch dort gewesen sei. L. Eugen, warum bist Du eigent= lich von Mina weggezogen? einestheils denke ich mir, Du wärest besser bei Ihr geblieben im anderen Falle ist es aber auch so gut, weil Mina doch immer allein zu Hause ist & man doch immer den Schein wahren muß. Wie geht es unsern Kindern dorten eben? sind noch Alle gesund? Kommt Ihr öfter zusammen? es hat uns recht gefreut, daß Katchen so brave & folgsame Kinder hat. Ich kann aber gar nicht begreifen

[page 7] warum sie mir keine Antwort auf meinen Brief geschrieben hat. Solltest Du bald einmal zu ihr kommen, so grüße sie, & frage darüber, wenn Du so freundlich sein willst; August hat auch schon lange nicht mehr geschrieben. Wenn sie doch wüßten, welche Freude bei uns so ein Brief aus Amerika hervorruft.

In Otterberg hat sich auch schon vieles verändert, seit Deinem Weggange, so mancher Freund & Bekannte ist schon geschieden, immer hält der unerbittliche Tod seine Ernte.

Auch in unserer nächsten Nachbarschaft hat sich Vieles verändert. Ich weiß nicht

[page 8] ob Dir Familie Stuber auf dem Gallenhäuschen dort in unserer Nähe bekannt war. Dieselbe war vor 2 Jahren noch eine glückliche Familie; im Kreise ihrer Kinder; in Zeit von 1 1/2 Jahren sind dann beide Eltern gestorben & die Kinder in alle Welt zerstreut. Das Anwesen wurde versteigert & ist jetzt Eigenthum der Stadt. Recht gefreut hat es uns daß Du Dich recht wohl befindest, was schon Dein Gewicht beweist. Ich muß nun schließen; in der Erwartgung, daß Du sobald wie möglich wieder schreibst, nimm die herzlichsten Grüße von uns Allen entgegen, insbesondere von Deiner treuen Cóusine

Kath. Heck


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