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C.J. Gottlieb Klug to Carl Christian Dobberpuhl, April 22, 1851

C.J. Gottlieb Klug to Carl Christian Dobberpuhl, April 22, 1851, p. 1
C.J. Gottlieb Klug to Carl Christian Dobberpuhl, April 22, 1851, p. 2
C.J. Gottlieb Klug to Carl Christian Dobberpuhl, April 22, 1851, p. 3
C.J. Gottlieb Klug to Carl Christian Dobberpuhl, April 22, 1851, address page

Author

C.J. Gottlieb Klug

Recipient

Carl Christian Dobberpuhl

Date

April 22, 1851

Origin

Treptow an der Rega, Pomerania

Destination

Cedarburg, Wisconsin

Description

Letter from C.J. Gottlieb Klug to Carl Christian Dobberpuhl, April 22, 1851.

Type

letter

Language

German

Tags

1850-1859, transcription in progress

Source

Dobberpuhl-Krueger Family Collection

Collection

Dobberpuhl Family Letters

Repository

Max Kade Institute, University of Wisconsin-Madison

Citation

“C.J. Gottlieb Klug to Carl Christian Dobberpuhl, April 22, 1851.” Dobberpuhl-Krueger Family Collection, Max Kade Institute, University of Wisconsin-Madison, accessed from German Heritage in Letters, March 12, 2026, https://germanletters.org/items/show/1520

Original text

Der dreieinige Gott sei mit uns allen, in dieser Zeit, u. führe uns durch Buße, u. Glauben in die ewige Seelig- keit. - Theuerste Freunde u. Verwandten, u. besonders Herzliebe Schwester, u. Schwesterkindern. Ich möchte gern im rechten Christl. Glauben, u. was ich schreibe, in Christl. Liebe u. Wahrheit schreiben: Darum sage ich; der dreieinige Gott sei stets mit uns, u. lenke u. führe unsern Sinn u. Willen, nach seinem Wort u. göttl. Willen, durch diese Lebenszeit in die frohe Ewigkeit. Herzliebe Freunde; wir sind sehr weit in diesem Erdenleben, nach menschl. Denkungsart, von einander entfernt, aber wir können uns doch einander noch kundthun, so lange wir Leben, wie es uns ge- het; Der liebe Gott schenke ins hierzu die Christl. Liebe u. Glaubens- einigkeit; fehlet uns diese Liebeseinigkeit, so ist es oft mit uns Menschen ein Höllenleben, je näher wir bei einander wohnen. Ich wünsche, u. bitte die göttl. Majestät, das ich Ihnen allesammt, mit diesem schreiben im Christl. Wohlsein antreffen möchte.

Was uns, u. unserer hiesigen Freundschaftsfamilien anbetrifft, sind wir noch ziemlich im Erdenleben, vom geistl. Leben darf ich zwar nichts sagen; das kennt die Allwissenheit Gottes am besten: u. mußen mit Paulus bekennen, wenn ich mich rühmen will so muß ich mich meiner Schwachheit rühmen. - Wilhelm Tank seine Ehefrau in Regenwalde, was erst unsere Bruderfrau war, die ist voriges Jahr gestorben, u. er hat im Herbst die 2te Frau aus unserer Klugsfreund- schaft geheirathet. Meine Brudertochter Wilhelmine Klug hir in Tressin, die hat im vorigen Herbst sich mit dem Kosäth Ferdinant Steinwehr

Aus Stuchow in die Christl. Ehe begeben, seine Aeltern sind noch beide am leben, u. der aelteste Bruder Wilhelm will auch nach Amerika ziehen: So wie es heißt werden diesen Sommer viele Familien nach Nordamerika ziehen. Wer weiß was der liebe Gott aber sagte, aber auch noch nicht zu mangem sagt, bis hirher sollt du kommen u. nicht weiter. Weil die mehrsten um irdische Güter zu gewinnen dort hinziehen u. nicht um Religions, oder Gottesverehrung hal- ben: Hier in unserm Pommerlande sind nun unsrere Kirchen gebauet, wo die Lutherische Religion, oder die recht bekehrten gläub; Christen, ihre öffentl. Kirchenfeier halten können. wenn wir nur um die rechte Verehrung u. göttl. Kirchenfeier bekümmert sind. Ach der Herr Himmels u. der Er- den helfe uns Allen dazu, aus göttl. Liebe u. Erbarmen, um Jesu Christi Willen. - Ziehen wir aber aus irgend andern Ab- sichten irdischer Vortheile halben, u. [insertion] nicht [/insertion] im Namen des dreieinigen Gottes. d. h. nach unserm Natürl. Sinn u. Willen, so kann der Liebe Gott bald unsere Absichten zerstören. Denn es heißt in dem Liede Wer im Herzen will erfahren. v. 5. Ach! wie weit sind die zurück die nur fragen in der Welt: wo ist Reichthum, Gut u. Geld. u. s. w. Herzlieben Freunde! Wir haben seit [underlined] 1848 [/underlined] ds. 16. November keine bestimmte Nachricht von Ihnen bekommen, wo wir aus dem letzten Briefe erfahren, u. gesehen haben das unser Schwager Christ. Dobberphul euer lieber Vater ds. 10ten Octob; gestorben sei, wissen aber nicht, ob die Andern Verwandten noch alle im Leben sind; im vorigen Herbst war [insertion] ich [/insertion] in Brendemühl bei Martin Dobberphuls die sagten, das in Morgow einer geschrieben habe: Ludwig Groth wäre in

in Amerika auch gestorben, ich ging dann nach Grambow wo ich von Caroline Uttech hörte, das ihre Freunde auch geschrieben, aber davon nicht gemeldet hätten. - nun bitte ich aber noch einmal Ihnen allesammt um Antwort, ich habe schon mehr mahls geschrieben: den letzten Brief habe ich auch im vorigen Sommer mit Gelegenheit dort hin geschickt, weis aber nicht, ob Sie ihn auch bekommen haben. Diesen will ich auch mit Gelegenheit schicken, u. wünsche das Sie ihn auch bekommen mögen. - In des Vaters Trauer Briebe habe ich auch gesehen das Sie alle mir von die 250 Rthl. 10 rthl. versprochen, die Köller damals noch im Nutzen behielt, worüber Martin Dobberphul die Obligation be- kamm, ich sehe dieses versprechen als eine mitleidige Freundschaftsliebe [insertion] an [/insertion], u. bin dankbar dafür. - Ich habe auch mit Martin davon gesprochen, der will davon nichts wissen, u. sagt dieses Geld wäre ihm bei des Vaters wegziehen in der Obligation, als sein gänzliches Eigenthum übergeben, meint aber noch, Sie sollen ihre Meinungen noch durch ein ferneres Schreiben bekannt machen; ob Sie es wirkl. haben wollen, so, giebt er noch nichts davon ab. - Ich wohne mit meinem kleinen Hermann jetzt bei unserm [insertion] Bruder [/insertion] Wilhelm Klug in Tressin. u. Johann Tank ist jetzt Schullehrer in Staarz u. hat Henriette Gesslern aus Wittenfelde zur Ehefrau seine Mutter wohnt auch bei ihr. Albertine Tank ist verheirathet mit dem Halbbauer Uttech in Wittenfelde u. hat 3 Stiefkinder u. auch eine rechte Tochter: nun bitte ich um baldige Antwort; u. Grüße mit meinem Hermann alle Freunde u. Verwandte sehr viel Tausendmal. Alle die vorbenannten Freunde lassen sehr viel Taus. mal Grüßen. Wilhelmine Klug mit ihrem Ehemann u. dessen Anverwandte aus Stuchow Grüßen sehr viel Taus. mal. unser Bruder Wilhelm mit seiner Frau u. Kindern Grüßen alle sehr viel Taus. mal. Dorothea Müllern ist bis in ihr Alter noch bei uns u. läßt sehr viel mal Grüßen Adie lebet wohl. Carl Johann Gottlieb Klug. Tressin bei Treptow an der Rega d. 22ten April 1851.

An Carl Dobberphul in Cedarburg Wachinzten Conutz Hatre Wisconsin in Nord Amerika

English text

The Trinity be with us all at this time and lead us through confessing and believing into Eternity. 

Friends and relatives and especially Dear Sister Dearest and nieces and nephews, I should like to write everything in Christian love and truth, that’s why l say now, God may always be with us and lead our thinking and will, after His word and will, through our lifetime into eternity.  

Dear Friends, we are very far separated by human way of thinking, but we can still reach each other, as long as we are living. 

May God grant us Christian love and faith and understanding, if the latter is missing it could be hell on earth, living close together. I wish and beg God’s majesty, this that all of you will receive this in well-being. As far as we are and our friends and families are concerned, we are pretty much alright. I can’t say anything about our spiritual life, only God knows best. When I want to praise myself. I have to praise my weakness. 

Wilhelm Tanken’s wife in Regenwalde, who is our sister in law [brother’s wife], died last year and he married his second wife out of our “Klugs” family. Wilhelmine Klughere in Trestin has married Ferdinand Steinwehr, from Stuchow. His parents are still living and the oldest brother Wilhelm, intends to go to America too. It is said around here that many families will go to America this summer. Who knows what 

God is saying, you go as far as right here and no farther, because most of them are going to gain earthly riches, and not for religious reasons. 

Here in our Pomerania more churches have been organized where our Lutheran Religion has its public church service; if we are really concerned about where our faith is practiced may the good Lord help us. But if we are moving away for any earthly reasons: not for God, then may the dear Lord destroy our intentions. Because it says in the hym “O how far are those back who only ask in the world where are riches.” 

Beloved brother! Since we have not any news since Nov. 16, 1848 where we have learned, brother in law, that Christian Dobberphul, your dear father. died Oct.10 though we do not know if others are alive. Last fall we went to Brendemühl at Martin Dobberphul’s who said that at Morgow some who had written claim that Ludwig Groth died in America. Then we walked on to Grambow where I heard of Caroline Uttech that her friends bad not reported of it. Now I request once more for an answer. I have written several times last summer with no answer. The last letter I sent I do not know if you received. I have an opportunity to send this along - wish you receive this. 

In the letter referring to father’s death l have seen that you all promise me of the 250 [dollar?] which Koeller retained then for us. Martin Dobberphul received the obligation [trust] and I consider this promise as compassionate friendship, love and am very thankful - l have also talked with Martin about it 

but he does not want to know anything of it and he declares this money was transferred to him in trust of fathers’ passing away; But he also thinks you should declare your opinions by a further writing from you. At this time he will not give it to me. 

Right now I live with my little Hermann at our brother Wilhelm Klug in Trestin. Johann Tank is now a school teacher at Staarz and has Henriette Gesslern from Wittenfelde for his wife and his mother also lives with them. Albertine Tank is married to the “half farmer” Uttech in Wittensfelde and has three stepchildren and one daughter. 

Now I request an answer soon and am writing all friends and relatives one thousand times: Wilhelmine Klug, our brother Wilhelm and wife and children; the widow Dorothea Muller who in her old age is still with us. 

Adieu and fair well 

Carl Johann Gottlieb Klug 

Trestin, Treptow April 22, 1851 


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