Elisabeth Flechtker to Martha and Hugo Mehler, Jan. 7, 1947, p. 2 - image of
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nun nichts mehr. Wir haben zu Essen u allerlei Tee mit Honig zur linderung auch heisse Zitrone ist sehr gut. Ich wün- sche nur alle Menschen wären geholfen. Zu Heitzen haben wir auch. Auf Karte gibt es sehr wenig. Jetzt ist 1/2 Centner Briketts aufgerufen, was ist das, wir sitzen auf die Kohlen u bekommen doch keine. Die Not ist gross. Die Kälte u so wenig zu Essen. Die fremden Mächte wollten es doch besser machen wenn sie es nicht bald tun sind sie auch nicht besser u müssen auch zur Rechenschaft gezogen werden. Der Krieg ist nun schon zwei Jahre vorbei u immer keine besserung. Liebe Martha dir tut der Postbeamte leid der uns die Pakete bringt, ja mir auch, er bekommt ja je- desmal 1 paar Ci[g]aretten habe nun ein Tütchen fertig liegen mit Kaffe. Er ist auch schon ein älterer mann er hatte uns schon in den ersten Kriegsjahren die
Der Limburgerkäse hat sehr gut geschmeckt das sind mir alles nicht mehr gewohnt. Schickt bitte Kartoffelflocken mit, die können wir in Suppe kochen.
