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2 schlichten Einfachen Bauersleuten. Vorigen Winter hatte er es recht angenehm, 4-5 seiner Freunde waren in der Gegend angestellt die denn bei uns vielfach ihren Vereinigungspunkt fanden, gelegentlich konnten die Mutter u ich einige Brocken aus ihren theologischen Ge= sprächen auffangen, u uns dran erbauen, jetzt ist der Freundes= kreis in alle Weite zerstreut. Herr Onkel Israel ist immer noch unser Tischgenosse, sein Beutel aller Münze baar, trägt viel dazu bei uns seine Persönlichkeit angenehmer zu machen, sein Gemüth kennt keine Sorgen, sein Körper hat was er braucht bleibt fortwährend kräftig, sein Geist war nie hervorragend so ist auch die Abnahme weniger fühlbar; mit Schlussen belustigt er uns je zuweilen, eine von Albershausen erhaltene Pelzkappe machte ihn überglücklich er wohnt immer noch bei der Schreinerin Tante Mine u Caroline sind abwechselnd u unsere Hausgenossen manchmal auch beide zu gleich, gegenwärtig ist es Caroline sie liegt schon über 8 Tage im Bett in der oberen Stube, an einer Gesichtsrose, durch Eigensinn großentheils selbst herbei geführt es geht aber schon wieder viel besser; ihr schwermüthiges Wesen hat eher zugenommen ja sich diesen Sommer zuweilen fast zur Raserei gesteigert, sie ist sehr schwer zu behandeln, man mag es fast machen wie man es will, so ist sie nicht zufrieden man kann sie nur aus Mitleiden Anhalten, in dem Gedanken daß Gott uns auch mit vielem Erbarmen u Verschonen trägt. Ich hab ihr diesen Winter einen Aufenthalt in Boll bei Frau Pfarrer Blumhardt ausgewirkt u Friz hat das nöthige Geld hie zu von den Stuttgarter Verwandten, durch persönliches Bitten bekommen, da hatte sie Angst hinzugehen u war nicht dazu zubringen, bis die Krankheit die Sache ohnehin aufschob; ich weiß nun nicht was weiter geschieht; ihr Schwestern hätten freilich die nächste Pflicht, vor diesen fehlt der Respekt, u so ist sie zu Hause noch weniger zu haben als irgendwo anders, überdis
