Karl Hirtes to George Neubert, April 5, 1899, p. 2 [left side] and p. 3 [right side] - image of
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ist, nachdem er erst 8 Wochen verheirathet war, plötzlich gestorben. Helene hilft nun dort im Laden & Mama & Gretchen haben deshalb viel zu thun. Zum Schreiben kommt Mama deshalb kaum, da ihr das Schreiben auch sehr schwer fällt. Deshalb schreibe ich Dir heute diese Zeilen. Mit größtem Bedauern haben wir von Deiner schweren Krankheit gelesen, und hoffen, daß die Besserung anhält. Mama ist ganz unglücklich darüber, daß Du so schlechte Verpflegung hast und ihr einziger Wunsch ist, Du wärest hier, damit sie immer nach Dir sehen könnte. Daß Onkel Fritz auch Dir nicht mehr schreibt, [end page 2]
[new page 3] ist kaum zu glauben. Auch wir haben seit Tante Gretchens Tode nichts mehr von ihm gehört. Er scheint seine Heimat ganz vergessen zu haben. Bei uns ist hir, Gott sei Dank, alles gesund. Ich diene jetzt schon ein halbes Jahr & bin neulich befördert worden; der Dienst bekommt mir sehr gut, sodaß ich keinen Grund zur Klage habe. Gretchen ist verlobt und will sich demnächst verheirathen. Mama ist abgesehen von "<"one word crossed out">" zeitweiligem Unwohlsein auch ganz gesund, ebenso Papa. Mama hat sich in Hanau über Winkler & Kurtz erkundigt. Winkler ist schon mehrere Jahre
