Johann Adam Holl [“Adam 2”] and Margaretha Holl to Johann Georg Holl, November 21, 1897, p. 1 - image of
« previous page | next page » |
To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).
Current Page Transcription
[page 1]
Troschenreuth den 21 November 1897
Lieber Bruder und Familie!
Mit Gewalt reißt es mich jetzt nun hier, dreimal
Wünschen: selbst entgegen zu kommen, welche du
in deinem letzten Brief an Bruder Konrad
ausgedrückt hast. Freilich ist von einem entgegen=
kommen nicht recht der [?] Niederwerth [/?], der wie es scheint
der Briefwechsel abgerissen ist zwischen uns Beiden.
Obwohl der Trieb schon länger bei mir bestand, so
drängte es mich am meistens feurigen Sommers
nachdem uns unsere jüngst geborenes Mädchen
nach 20 wöchentlichen Dasein s am 29 Juni wieder
abgerufen ^[insert:] wurde [/insert] vom himmlischen Vater. Am Begräb=
niß Tage konnten alle Geschwister theilnehmen
nur den entfernten Amerikaner sollten brieflich
berichtet werden. Doch glaube mir, lieber Bruder
fast dieselben Gründe, welche du vor drei Jahren
zur Entschuldigung [?] gebrauchteßt [/?] , daß dir nämlich
auch am Sonntag nicht viel freie Zeit vergönnt
ist, möchte ich auch für meine [illegible] anwenden
denn ich bin nicht nur Verwaltungs Mitglied
von der Gemeinde, Kirche und Schule mir ist
