Johann Adam Holl [“Adam 2”] and Margaretha Holl to Johann Georg Holl, December 26, 1888, p. 2 - image of
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[page 2:] meinen Weg der 2 1/2 Stunden lang dauerte an. Freilich kann uns der Zufall nicht so leicht zusammenführen, doch deßhalb sollen sich unsere Gedanken damit beschäftigen und der Ausdruck auf dem Papier soll den Beweis liefern, daß wir Treue und Liebe gegenseitig bewahren. Denn gleich wie Bruder Konrad für mich sorgte und mir eine seiner Kühe zusagte, als ich kürzlich meine schönste Kuh schlachten musste (sie hatte wegen Verdrehung des Tragsacks [Gebärmutter] nicht kalben können) ebenso finde ich genug Beweise deiner teilnehmenden, brüderlichen Sorge gegen uns. Denn wie gerne hättest Du uns Deine 3 jüngeren Brüder dem lüstigen Millitärleben entrissen, wie hoffnungsvoll hast Du Bruder Georg einen Heimaths=Ort bei Dir bereitet Auch mir hast Deine Brüderliche Fürsorge deutlich genug wissen lassen
