• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Transcribe Page - Amalia Haas to Eugen Klee, February 26, 1896

Log in to Scripto | View item

http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Klee-HSP_0054_0004.jpg - image of

« previous page | next page » |

To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).

You don't have permission to transcribe this page.

Current Page Transcription

[page 4:]

zu. Eugen lernt fleißig und Heinrich hat große Arbeit in der Schule. Heute morgen hatte er wieder Kopfrechnen, welche Arbeit für einen Lehrer! Ach, kein Wunder, wenn die Brust Heinrichs oft weh thut. Jetzt bekommen die Lehrer auf dem Lande eine andere Lehrieeinteilung, so, daß sie nicht mehr so lange Sommerschule, dagegen 7 Monate ohne Unterbrechung Winterschule zu halten haben. Die schöne Weihnachtsferie [sic] und Osterferie [sic] u. s. w. fällt alles weg. Lieber Eugen! Vater hatte hier so recht den blick von dem Lehrerwesen mit Hefte kourschieren und aller möglichen Arbeit erhalten. Er sagte: Wie viel Freudvoller sei sein Beruf gewesen gegen dem Lehrerstand und dankte Gott mit gefalteten Händen, daß Du im Geschäfts= stand bist. Er sagte Eugen hat einen guten Beruf - hat er Arbeit zu= viel, so kann er noch abgeben, verdient er immer noch so viel als er brauch [sic] und kann, wenn er will noch etwas sparen. Unser Eugen ist schon recht gewachsen. Du sollst ihn sehen, wie er aufpaßt, wenn etwas von Dir gesprochen, oder wenn Briefe von Dir gelesen werden. Ich sagte unlängst zu ihm: Eugen was würdest Du machen, wenn Du keine Eltern mehr hättest - nicht war Du gingst nach Einöllen? Da besah er mich von oben bis unten u. sagte: waß! zu meinem Amerikaner Onkel ging ich, dort ist's schöner wie in Einöllen. Als Pauline und der Herzog hier waren, lächelte er sie so an u. sagte in der Kirche zu mir: ist das 's Fränzchen. Er machte wenig mit ihnen daher. Einmal sagte Pauline: Eugen komm mal her u. fragte ihn [sic] Etwas. Eugen erwiederte: Ich sage nichts, ich bin ein Schlauberger, Du verätes [sic] es wieder in Otterberg. Da lachte auf einmal P. so sehr und [insertion:] ich [/insertion] fragte, was Eugen so leise gesagt habe, da sagte sie es mir, da mußten wir doch alle lachen. Ich muß nun zum Schlusse eilen. Lieber Eugen! Ich wünsche Dir von ganzem Herzen Gesundheit, das wichtigste, was man haben kann. Ich erlaube mir nicht, Dir allerlei Moral zu schreiben; stest [sic] Du doch nun schon 2 Jahren auf eigener Selbstständigkeit. Hast Du irgend ein Wunsch, so schreibe mirs, und Jederzeit wirst Du Bereitwilligkeit erfahren. Ich bleibe stets offen gegen Dich, in treuester Schwesterliebe ist mein Herz auch weit von Deinem, fühlt es doch so nah bei Dir! Fest und stark in der Trennung treue im Beruf und mit einem festen Händedruck und Kuß will ich jetzt von Dir weg und [insertion:] in [/insertion] die Küche und ein kräftiges Mittagessen kochen. Unser Garten ist in voller Pracht. Sei tausendmal gegrüßt von Heinrich, Eugenchen und D. Malchen.

[page 4, right margin:]

Dienstagmorgen 9. Uhr. Gestern Abend war ich u. eine Nachbarsfrau Frau Wolf auf dem Gottesacker. Ich brachte das Grab Vaters in schöne Ordnung und setzte es ganz voller Blumenstöckchen wobei uns Fräulein Lottchen Schweitzer überraschte u. mir noch schöne Blumenstöckchen gab. Sie selbst wollen das Frühjahr einen Ver = giß = mein = nicht = Kranz drauf pflanzen.

[/page 4, right margin]


Comments on This Page

[edit] [history]

Transcribe What You See: As much as possible, transcribe the text as it appears on the page, including original spellings (even if they are incorrect/non-traditional) and keeping abbreviations as written. Insert a return at the end of each line as it appears on the page, and two returns for paragraphs. Transcribe the page in the order in which it was meant to be read: for example, marginal post scripts should be placed at the end of your transcription.

For more guidance, please visit our Scripto tips page.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto