Eugen and Lisbeth Haas to Eugen Klee, January 18, 1926, p. 3 - image of
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Diesen Winter las ich einen Roman von Brachvogel über das
Künstlerleben des Friedemann [roman:]Bach[/roman] und kann ich mich,
eingeweiht in die Materie, lebhaft in das Gefühl versetzen,
das Du, mein lieber Onkel, gehabt haben magst, als Du diese
Orgel des Meisters spieltest. Ich denk an den Fürstenhof unter
Friedrich dem Großen: [roman:]Quanz[/roman], Emanuell [roman:]Bach, Graun, Kirn=
berger, Benda, Agricola –Salimbeni[/roman] u. die [roman:]Astrua[/roman]. Ich
werde Dir gelegentlich das schöne Buch zur Verfügung stellen. –
Ich und meine Lieben haben ein Wehgefühl, nicht mehr mit
Euch vor Euerer Abreise zusammen gewesen zu sein. Unter an=
deren Verhältnissen, wenn [insertion:]es[/insertion] Beruf und Helenchens Befinden ge=
statten würden, wäre ich unbedingt nach Wiesbaden ge=
kommen; aber leider geht es nicht. Ich wage es nicht, noch=
mals an Euch die Bitte zu einem Abschiedsbesuche in Knittels=
heim zu stellen – es wäre Euch bei dieser kalten Winterzeit
zu viel zugemutet, daß, wenn Ihr aber kommen würdet
