Eugen and Lisbeth Haas to Eugen Klee, January 18, 1926, p. 1 - image of
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[roman:]Knittelsheim[/roman], 18. Januar 1926.
Lieber Onkel! Liebe Tante!
Tausend Dank für Eueren herzensschönen Brief, in dem aus jeder Zeile das Verzeihen atmet. Friede ist wieder in unsere Herzen eingekehrt und wir wollen alle Kraft daran setzen, zu tun, was wir können, daß solcher Unfried nicht mehr vorkommt. Ein rechter Trost war Euer lieber Brief in großer Sorgenszeit. Unser Helenchen ist seit heute acht Tage zurück schwer krank. Das ganze Krank= heitsbild zeigt Komplikationen der Atmungsorgane u. und Schleimhautentzündung in Augen, Ohren und Nasen bei starkem Fieber. Am Samstag nun traten die „Masern“ in schwerer Form auf, nahmen aber bis heute einen guten Verlauf, d.h. sie kommen recht heraus. Seit heute bessert sich auch das Augenlicht wieder und verträgt Helenchen abge= blendetes Licht wieder. Wir müssen nach ärztlicher An=
