Philipp Weinhardt to John V. Weinhardt, April 7, 1925, p. 2 - image of
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wetter. Hanna gehts etwas besser, aber kann nicht nach Niederbayern da sie kaum sitzen kann.
Schick doch mal eine Ansichtskarte von La-Fayet- te selbst u. eine od. zwei engl. Zeitungen. Der Kurier folgt mit der Photographie.
Schlen Heiner ist nicht mehr in Windsheim son- dern in Frankfurt a. M. ich laß mir die Adresse geben kannst ihm dann schreiben.
Wenn Du diesen Brief erhältst bin ich auch nicht mehr in Windsheim, sondern in Regensburg im pro- testantischen Alumeum um die Oberrealschule dort be- suchen zu können. Es ist dasselbe Institut, in das Dich Vater schon Rotthalmünster hat tun wollen, be- vor wir nach Ortenburg kamen. Die Schule geht am 23. April an, muß also schon am 21. od. 22. reisen. Gleich nach Ostern sagt Vater soll ich mir die Anstalt in Regensburg anschauen, damit ich gleich Bescheid weiß. Mein Rektor riet mir zu diesem Schritt. Ich hatte um einen Freiplatz eingegeben, aber habe nur einen halben erhalten. Heut hat Vater sein Einverständnis gegeben und gleich fortgeschickt. Im ganzen habe ich 3 Gesuche geschrieben, eins an das Alumeum selbst dann an die Kreisregierung in Regensburg, und dann noch an das Staatsministerium für Unterricht und Kul- tus in München. Von beiden letzten rührt sich nichts vom Alumenum selbst habe ich einen Freiplatz erhalten. Wenn die beiden Regierungen mir ein Freiplatz ge- währen, müssen das ... mir noch einen geben. Ich bin al- lerdings nur Tageszögling, d. h. ich muß auswärts schlafen. Im übrigen habe ich es genau so wie die Vollzöglinge, das heißt ich muß zur Morgenandacht ins Alumeum und darf erst nach der Abendandacht in die Wohnung zurück. Das Frühstück erhalte ich im Alumeum und bin auch im übrigen in Zucht (so schreibt der Rektor des Alumeum) und Pflege der Anstalt.
Ortenburg
