Anna Oppenheim to Margarethe Raster and Hermann Raster, February 6, 1882, p. 1 - image of
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Dessau 6/2. 82.
Jetzt, mein geliebtes Gretchen, wirst Du Dich wol [sic] schon an Eddys Abwesenheit gewöhnt haben, es ist ja nur zu seinem Besten und die Entfernung so gering, daß Du ihn, wenn Dich die Sehnsucht einmal übermannt, in einigen Stunden sehen kannst. Was Dein Befinden anbetrifft, mein Herz,so denke nur gar nicht an Dich, lebe recht mäßig, daß Du Dir den Magen nicht verdirbst, im Übrigen aber amüsire Dich so sehr Du kannst, da wirst Du von allen Nebengedanken abgezogen und das ist die beste Cur.
Weshalb schreibst Du, daß Onkel Adolph vermitte= lend in der Thümlerschen Angelegenheit auftreten soll? Hat denn Raster nicht vollkommen Recht und habe ich Dir nicht schon gesagt, daß ich selbst an Deinen Mann schreiben würde, daß die Geldsendungen aufhören sollen?
