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brannten Stempel mir gutgeschrieben werden. In
dieser Richtung brauche ich Nichts zu fürchten.
Um so bitterer aber ist, daß Schadt, der zu
seinem Glück zur rechten Zeit gestorben ist,
mich wahrscheinlich in einen Verlust von 1891
Dollar gebracht hat. Er hat für diesen Betrag
am 7. Oktober Branntweinstempel gegen
einen nicht certifizirten Check eines Bremers
(Salomons Schwager, Grünhut) verkauft, dem
am 9. ebenfalls sein ganzes Etablissement zerstört
worden ist. - Diese Summe ist einstweilen verloren,
denn von den Listen und Papieren ist gerade
genug gerettet worden, um der Regierung zu zei=
gen, daß der Check für Stempel angenommen
war. Wenn Grünhut wieder auf die Beine kommt,
und den so wird er den Check einlösen und ich
komme zu meinem Geld, aber vorläufig ist es fort.
Was ich für das 2. Quartal noch zu erhalten
habe, reduzirt sich dadurch auf ungefähr 1000 Dollars.
Indessen will ich darüber nicht klagen, denn Tausenden geht es noch viel schlimmer, als mir. Wenigstens hat mir das Amt das Leben gerettet. Denn wenn ich nicht im Stande gewesen wäre, Dir und dem Schwager die 5600 Thaler zurückzuzahlen, hätte ich mir eine Kugel vor den Kopf geschossen. Meine Frau u. Mathilde hätten dann die Lebens= versicherung mit Euch theilen können. - Es ist nicht nöthig gewesen und so ist es vielleicht für Alle bestens.
[letter continued on top of page 3 and 2, text written upside down:] Der kleine Junge ist noch immer mit der Amme im Lande. Vorgestern war Gertrud dort und hat den Jungen sehr wohl und munter gefunden. Ob wir ihn noch in diesem Winter zu uns nehmen können, wissen wir nicht. - Die Margarethe ist gleich nach dem Feuer wieder zu uns gekommen und hält uns treu Haus. Ich glaube, sie fühlt sich wohler in der kleinen cottage, als in dem großen Hause. - Auf mich hat das Feuer die Wirkung gehabt, mich dünner zu machen. Die Hosen, welche ich selbst mit offener Schnalle nicht mehr anziehen konnte, muß ich jetzt sehr fest zuschnallen [/letter continued on top of page 3 and 2, text written upside down]
[letter continued on top of page 1, text written upside down] [roman:] Gretchen [/roman] ist seit vier Tagen aus dem Bett, kraucht im Zimmer herum, liegt auf dem Lehnstuhl und strickt mir in diesem Augenblick wollene Strümpfe. Dünn ist sie schrecklich, aber gut! [/letter continued on top of page 1, text written upside down]
