• Contributor Login
  • Transcriber Login
  • Register as a Contributor
Menu
  • german heritage in letters logo
  • News
  • Share Your Letters
  • Help Transcribe
  • Explore Collections
  • Browse Letters
  • Search

Transcribe Page - Hermann Raster to Sophie Raster, November 1, 1871

Log in to Scripto | View item

Hermann Raster to Sophie Raster, November 1, 1871, p. 4 - image of

« previous page | next page » |

To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).

You don't have permission to transcribe this page.

Current Page Transcription


brannten Stempel mir gutgeschrieben werden. In dieser Richtung brauche ich Nichts zu fürchten. Um so bitterer aber ist, daß Schadt, der zu seinem Glück zur rechten Zeit gestorben ist, mich wahrscheinlich in einen Verlust von 1891 Dollar gebracht hat. Er hat für diesen Betrag am 7. Oktober Branntweinstempel gegen einen nicht certifizirten Check eines Bremers (Salomons Schwager, Grünhut) verkauft, dem am 9. ebenfalls sein ganzes Etablissement zerstört worden ist. - Diese Summe ist einstweilen verloren, denn von den Listen und Papieren ist gerade genug gerettet worden, um der Regierung zu zei= gen, daß der Check für Stempel angenommen war. Wenn Grünhut wieder auf die Beine kommt, und den so wird er den Check einlösen und ich komme zu meinem Geld, aber vorläufig ist es fort. Was ich für das 2. Quartal noch zu erhalten habe, reduzirt sich dadurch auf ungefähr 1000 Dollars.

Indessen will ich darüber nicht klagen, denn Tausenden geht es noch viel schlimmer, als mir. Wenigstens hat mir das Amt das Leben gerettet. Denn wenn ich nicht im Stande gewesen wäre, Dir und dem Schwager die 5600 Thaler zurückzuzahlen, hätte ich mir eine Kugel vor den Kopf geschossen. Meine Frau u. Mathilde hätten dann die Lebens= versicherung mit Euch theilen können. - Es ist nicht nöthig gewesen und so ist es vielleicht für Alle bestens.

[letter continued on top of page 3 and 2, text written upside down:] Der kleine Junge ist noch immer mit der Amme im Lande. Vorgestern war Gertrud dort und hat den Jungen sehr wohl und munter gefunden. Ob wir ihn noch in diesem Winter zu uns nehmen können, wissen wir nicht. - Die Margarethe ist gleich nach dem Feuer wieder zu uns gekommen und hält uns treu Haus. Ich glaube, sie fühlt sich wohler in der kleinen cottage, als in dem großen Hause. - Auf mich hat das Feuer die Wirkung gehabt, mich dünner zu machen. Die Hosen, welche ich selbst mit offener Schnalle nicht mehr anziehen konnte, muß ich jetzt sehr fest zuschnallen [/letter continued on top of page 3 and 2, text written upside down]

[letter continued on top of page 1, text written upside down] [roman:] Gretchen [/roman] ist seit vier Tagen aus dem Bett, kraucht im Zimmer herum, liegt auf dem Lehnstuhl und strickt mir in diesem Augenblick wollene Strümpfe. Dünn ist sie schrecklich, aber gut! [/letter continued on top of page 1, text written upside down]


Comments on This Page

[edit] [history]

Transcribe What You See: As much as possible, transcribe the text as it appears on the page, including original spellings (even if they are incorrect/non-traditional) and keeping abbreviations as written. Insert a return at the end of each line as it appears on the page, and two returns for paragraphs. Transcribe the page in the order in which it was meant to be read: for example, marginal post scripts should be placed at the end of your transcription.

For more guidance, please visit our Scripto tips page.

Wunderbar Together logo
German Historical Institute logo

  • ©2021 German Historical Institute Washington DC. All rights reserved.
  • Privacy Policy
  • Impressum
  • Site by Artefacto