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Transcribe Page - Hermann Raster to Anna Oppenheim, August 7, 1871

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Hermann Raster to Anna Oppenheim, August 7, 1871, p. 2 - image of

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ziehen, statt in größeren Zwischenräumen und in höheren Beträgen, damit ich nicht in momentane Verlegenheit komme. Oder, wenn eine größere Summe nöthig ist, würde ich Sie bitten, mir einen Posttag (3 - 4 Tage) ehe Sie ziehen, Mittheilung davon zu machen, damit ich das Geld bereit liegen habe, wenn die Rech= nung des Bankiers präsentirt wird. - Es bedarf kei= ner Bemerkung, daß Sie in Bezug auf Anschaffungen von Kleidern, Büchern, Wäsche pp. für Mathilde unbe= grenzte Vollmacht haben. - Das Taschengeld hatte ich auf etwa 1 Thaler pro Woche bestimmen zu sollen geglaubt, - nicht daß ich dächte, Mathilde brauche so viel zum Vernaschen u. dgl., sondern damit sie Gelegenheit hat, sich an Sparen zum Zweck von Geschenken, oder kleinen Reisen u. dgl. zu gewöhnen. - Für diesmal bitte ich Sie, ihr die inliegenden 2 Thaler [??], welche ich zufällig einzuwechseln Gelegenheit hatte, als ein kleines Extrataschen= geld zu geben. Sie kann sich damit in Fruchteis, wovon ihr [roman:] Gretchen [/roman] u. [roman:] Gertrud [/roman] so viel vorgeschwärmt haben, und in Pflaumen oder Trauben ein [Gute?] thun. - Wegen des Hochzeitsgeschenks für [roman:] Grethe [/roman] Köppe habe ich wohl schon neulich geschrieben. An Silbersachen giebt es hier bei weitem schönere und solidere, als in Deutschland, aber Porto und Zoll würden sie in Deutschland zu theuer machen. Ihr Geschmack wird schon das Richtige treffen. - [roman:] Grethchen [/roman], die sonst wieder ganz wohl u. munter ist, hat seit einigen Tagen heftige Schmerzen am linken Auge (entstehendes Gerstenkorn) und kann aus diesem Grunde nicht schreiben. Mit herzlichsten Grüßen Ihr [roman:] H Raster [/roman]


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