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ziehen, statt in größeren Zwischenräumen und in
höheren Beträgen, damit ich nicht in momentane
Verlegenheit komme. Oder, wenn eine größere Summe
nöthig ist, würde ich Sie bitten, mir einen Posttag
(3 - 4 Tage) ehe Sie ziehen, Mittheilung davon zu machen,
damit ich das Geld bereit liegen habe, wenn die Rech=
nung des Bankiers präsentirt wird. - Es bedarf kei=
ner Bemerkung, daß Sie in Bezug auf Anschaffungen
von Kleidern, Büchern, Wäsche pp. für Mathilde unbe=
grenzte Vollmacht haben. - Das Taschengeld hatte ich
auf etwa 1 Thaler pro Woche bestimmen zu sollen
geglaubt, - nicht daß ich dächte, Mathilde brauche so viel
zum Vernaschen u. dgl., sondern damit sie Gelegenheit hat,
sich an Sparen zum Zweck von Geschenken, oder kleinen
Reisen u. dgl. zu gewöhnen. - Für diesmal bitte ich
Sie, ihr die inliegenden 2 Thaler [??], welche ich zufällig
einzuwechseln Gelegenheit hatte, als ein kleines Extrataschen=
geld zu geben. Sie kann sich damit in Fruchteis, wovon
ihr [roman:] Gretchen [/roman] u. [roman:] Gertrud [/roman] so viel vorgeschwärmt haben, und in Pflaumen
oder Trauben ein [Gute?] thun. - Wegen des Hochzeitsgeschenks für [roman:] Grethe [/roman]
Köppe habe ich wohl schon neulich geschrieben. An Silbersachen giebt es hier
bei weitem schönere und solidere, als in Deutschland, aber Porto und Zoll
würden sie in Deutschland zu theuer machen. Ihr Geschmack wird schon das Richtige
treffen. - [roman:] Grethchen [/roman], die sonst wieder ganz wohl u. munter ist, hat seit einigen Tagen
heftige Schmerzen am linken Auge (entstehendes Gerstenkorn) und kann aus diesem Grunde nicht schreiben. Mit herzlichsten
Grüßen Ihr [roman:] H Raster [/roman]
