Margarethe Raster and Hermann Raster to Anna Oppenheim, May 13, 1870, p. 10 - image of
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wir Fremdenzimmer und Rumpelkammer,
sowie prächtige Klosets, von denen
ich mir eins ganz mit Brettern ausge=
schlagen, zum Wäscheschrank, ein anderes
für meine Unterwäsche und dgl. ein=
richten werde. Mein Mann wollte
einen sehr kostbaren Nußbaum=
schrank für Wäsche und Kleider kaufen,
aber ich leide es nicht, denn es wäre
bei den vielen Wandschränken,
reiner Luxus. Unten im [roman:] basement [/roman]
liegt im Hausflur hübsches Wachstuch
im Eßzimmer, das mit Holztapete
bekleidet ist, unser alter, rother Tep=
pich, den unser Mädchen mit Auf=
wand aller ihrer Kräfte gewaschen
hat [insertion:] und der ihr einen Thaler Belohnung eingetragen) [/insertion] und der uns einen neuen erspart.
Es ist keine Kleinigkeit, was solch
ein Teppich kostet und haben wir
doch hundert Thaler gewiß in diejeni=
gen gesteckt, die wir dazu gekauft.
Vor dem Erkerfenster im Eßzimmer
Hängen hübsche, weiße Gardinen und
haben wir hier die Aussicht auf
unser Rasenfleckchen und die schönen
Blumen, die der Gärtner oben hinein
