Margarethe Raster and Hermann Raster to Anna Oppenheim, May 13, 1870, p. 7 - image of
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beiden andern Fenstern, hängt ein Gold=
spiegel mit einem Marmortischchen
darunter. Das Badezimmer daneben ist
entzückend, rings herum mit Nußbaum
und Eichenholz getäfelt, Badewanne,
Waschtisch und noch etwas anderes Unent=
behrliches. Ach wenn doch die Kinder
hier wären! Da fällt mir jedes Mal
Onkel Adolphs kleiner Gang ein, der
in den Garten führt und wo wir drei
uns immer vergnüglich gern und lange auf-
gehalten. Wie könnten wir hier, bei vollem
Gaslicht so schön schwatzen! [roman:] Tempi passa=
ti!! [/roman] Von dem Wohnzimmer führt eine Thür
in die Halle, wo erst hinter einem Vorhang
ein prachtvolles Marmorwaschbecken
angebracht ist und auf der andern Seite
unser schöner Kleiderständer steht. Sodann
führt eine mit Teppich belegte Treppe mit
schönem, massivem dunklen Holzgitter
in den obern Flur, wo erst vorneheraus
Mathilden und Sophiens Schlafzimmer ist,
das eine reizende Tapete hat auf weißem
Grunde Streublumen, ebenso wie
das kleine Garderobenzimmer daneben,
wo mein Kleiderständer steht. Beide
