http://germanletters.org/plugins/Dropbox/files/Taylor_0319_0001.jpg - image of
« previous page | next page » |
To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).
Current Page Transcription
[page 1, right-hand side of sheet 1]
Gotha, den 29ten März 1873.
Meine liebste Maria! Die ganze Woche habe ich mit großer Sehnsucht auf einen Brief von Dir gehofft u. bin nun , da noch keiner gekommen, in großer Sorge daß Du krank geworden bist, zumal du in Deinen letzten Briefen über Unwohlsein klagtest. Ich habe schon an Lilian geschrieben u. sie ge= beten mir mit einigen Zeilen mitzutheilen was sie für Nachricht von Euch hat u. hoffe sehr daß sie es morgen thut u. ich gute Nachricht durch sie von Euch erhalte. Sie schrieb mir daß sie einen bösen Fuß habe, wahrscheinlich hat sich eine Er= kältung dahin gezogen, die ja bei den wundervollen Wetter welches wir schon die ganze Woche haben, sich wieder ver= loren haben wird. Es thut mir aber sehr leid daß sie es hat= te, denn auch Du, liebe Marie, wirst beunruhigt dadurch sein. Den lieben Vater greift das Frühjahr sehr an, er ist so müde daß er schon einigemal nicht ausgegangen ist u. des Nachmittags sich zum Schlafen hingelegt hat, was immer ein Zeichen von Unwohlsein bei ihm ist. Auch die Augen sind wieder schwächer, was freilich wohl
