Mathilde Rettig to Eugen Klee, February 6, 1921, p. 10 and p. 11 - image of
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setzt natürliche, und keine unnatürlichen Strafen, diesem gequälten Volke ein; wahr= lich die Gegenwart hätte genug gelitten, daß es nicht noch den frühe noch ungeborenen bestimmt ist zu büßen u. zu leiden wo sie nicht gesündigt haben. Wahrlich der geistige Niedergang eines Volkes ist der traurigste, und wehe denen, denen dies Verschulden trifft, es wird sich nicht doch rächen [rechnen], wenn wir es auch nicht erleben dürfen. Hoffentlich Trifft Dich und Deine lb. Frau mein Schreiben in [end of page] [top of page 11] bester Gesundheit an u. bringt uns bald einen Brief, der von mehr freude u. Lebensmut spricht als der meinige. Lebt wohl u. freuet Euch Eures glücklichen Landes u. denkt unser weiter in aller Liebe. Es grüsst Euch in Namen all meine Lieben Eure Dankbar Mathilde Rettig = Cherdon Ist m. kl. Marthas kleines Deckchen Nicht bei Euch Angekommen? Wenn auch sehr bescheiden, so war Es doch gut gemeint.
