Mathilde Rettig to Eugen Klee, February 6, 1921, p. 6 and p. 7 - image of
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wie er den, Ihm gespendeten Dank ablehnt u. bekennt, daß er mit diesem Gaben, nur einen kleinen Teil der Blutschuld, die A. uns zugefügt u. uns zu Boden gezwungen habe, wieder gut zu machen, bestrebt sein, u. so seine Hochherzigkeit, als eine dem deutschen Pflichtgefühl zukommende Selbstverständlichkeit bewertet. Ich glaube, daß wenn Herr K. Amerika müde ist, hier wieder sein Wohnsitz auf= schlagen wird, mit seiner Gefuhlt u. Gemüt wollen, heimattreuen Frau u. daß von Ihm, für seine Heimat- gemeinde nur Gutes zu erwarten ist. [end of page] Die neueste Bestimmungen unserer, so rechtdenkenden Frieden, werdet Ihr in Amerika inzwischen wohl Auch gelesen haben. Darüber zu diskutieren halte ich für Unnütz, denn es gibt Anklagen u. Beleidigungen, die man keiner Antwort würdigen kann; sie sind zu schimpfliche oder zu gemein um sie einer Antwort au würdigen. Wann o mein Gott, wird einmal ein Licht in dieses Dunkel fallen, wo ist noch ein guter Man, der aus diesem Chaos uns einen Ausweg finden läßt. Ich sage mir Oft, wir sind von der ganzen Welt, vielleicht auch von Gott verlassen,
