Mathilde Rettig to Eugen Klee, February 6, 1921, p. 2 and p. 3 - image of
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tagen, hülft man so recht den Segen, eines lieben treusorgenden Menschen um sich; und Gott sei Dank, daß Du in Deiner Ehe ein solche Schutzengel beschieden ward. Denn nächst Gottes Hilfe, ist es der wichtigen, liebevollen Pflege eines guten Geistes zu danken, wenn man in Körperlichen & Seel= ichen Leiden wieder hoch Kommt, wenn Krankheits & Schicksalsstürmen über uns hin brausen. Schone Dich nur sehr lb. Vetter, diese ernster Krankheit muß gründlich & nachhaltig auskuriert werden, daß sie keine üble Nacherscheinungen
[next page] mit sich führt. Gottlob das es Eure Mittel erlauben, & Ihr nicht in ängstlicher Sorgen den nagenden Kleinkampf Zu fürchten braucht. Eure lb. Schreiben trafen uns gesund an, abgesehen von kleinen Erkältungen & unserer lb. Mutter Rheumatismusplagen was sie in ihren Jahren, nah als geringes Übel angesehen werden kann. Den= noch kann sie, ihres Amtes, als tüchtiger Hausfrau walten, während mich die schwereren Arbeiten. So Gott will, & das ist meine herzliche Bitte, bleiben wir nach lange Jahre wieder in glücklicher, arbeitstreue Gemeinschaft, denn je tiefer unsere
