Mathilde Rettig and Heinrich Rettig to Eugen Klee, September 12, 1920, p. 2 and p. 3 - image of
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[left side] die Arbeit in Feld & Gärten für Kirchweih & Obsteinkocherei derart, daß selbst eine kleine Pause unmöglich ist. Verzeiht mir also bitte die Verzögerung, wie groß & innig war unser Dank gegen Euch & all die edel= gesinnten Damen & Herren die mit soviel Opfersinn bereit waren die Not bei uns zu lindern und sich gewiß schweren Herzens, von manchem Stücke trennten. Möchte Ihnen allen den Dank der hier Beschenkten übermitteln, die überglücklich mit den Kleid= ungsstücken, die ich für Ihre Verhältnisse passend fand,
[right side] von mir schieden & nicht genug Worte des Dankes fanden & der Rührung, wenn ich Ihnen sagte, daß es für Sie fremde Menschen seien, die soviel Güte anwenden die Not in unserem armen Vaterlande zu lindern und durch werktätige Liebe uns zu helfen bedacht seien. Da ich die Namen all unserer Wohltäter nicht kenne, möchte meinen Dank besonders Dir lieber Vetter & D. lb. Frau, die Ihr wohl Wochenlang die Vorbereitungen in Eurer Häuslichkeit störend empfinden mußtet und uns persönlich Jung & Alt besonders liebevoll beschenkten, sowie den Damen Fräulein Paimann,
