Eugen and Lisbeth Haas to Eugen Klee, August 21, 1920, p. 8 - image of
« previous page | next page » |
To rotate image, first hold down Alt and Shift keys, then drag with mouse or trackpad (Safari, Chrome & Edge only).
Current Page Transcription
keit und Fiebererscheinungen auf Halskomplikationen zurückzu= führen sind. Eine angeratene Herausnahme der Mandeln will ich vorerst nicht vornehmen lassen. Auch ließ ich mich bei meinem Hausarzt auf der Lunge untersuchen und konnte er zu meiner größten Freude feststellen, daß dieselbe wieder frei ist von Ge= räuschen. Ihr könnt Euch denken, daß mir das wie ein Stein vom Herzen gefallen ist. Die Wasserkur hat viel für sich. Der z. Zt in unserer Gegend und unserem Dorfe herrschenden Husten = und Ruhrepidemie haben wir in den ganzen Familie gut widerstanden; eine gute Ernährung, die mir durch die besseren Gehaltsverhältnise seit einigen Monaten möglich ist, und etwas Vorsicht helfen schon mit im Kampfe gegen die Kriegsfolgen – und dann haben wir ja zwei große Kisten mit denen wir ungebetenen Gästen schon die Türe versperren. Auch das Bewußtsein: Ich habe etwas zu essen macht zufrieden und verscheucht Sorgen. Euch, Ihr Lieben, wird und muß es ja gut gehen, wie es auch solch‘ brave Menschen, die ihren Nächsten so viel Gutes tun, verdienen. In alter dankbarer Liebe und Treue grüßen wir und küssen wir Euch als immer die Euren: Eugen, Lisbeth u. Helenchen.
